Südkorea Packliste für minimalistische Backpacker

Südkorea ist ein wenig bekanntes Reiseziel, was das Packen etwas schwieriger macht. Im klassischen Backpacker-Look von Südostasien wirst du auf jeden Fall auffallen. Denn die Koreaner kleiden sich viel dezenter und modischer.

Dann ist die nächste Frage, wann du durch Südkorea reist, da das Land vier Jahreszeiten hat. Ich war selber im Mai und Juni dort unterwegs, wo es sommerlich warm war und wir nur etwas Regen hatten.

Nachdem ich drei Wochen durch Korea gereist bin, verrate ich dir, was auf jede Packliste gehört und was dich vor Ort erwartet.

Inhaltsverzeichnis


Südkorea Backpacking Guide – Hier findest du noch mehr Tipps für deine Reise.

Transparenz: Dieser Artikel enthält Empfehlungs-Links für Produkte und Services, die ich selber nutze und dir wirklich empfehlen kann. Wenn du über einen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, ohne das du dafür mehr zahlst. So kannst du ganz einfach meinen Blog unterstützen. Danke

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Welche Tasche für Korea?

Das Reisen in Korea ist unkompliziert und komfortabel. Zwischen den Städten verkehren moderne Züge und Reisebusse, so ist ein Rucksack kein Muss und du kannst ebenfalls einen Rollkoffer nehmen.

Das ist also eine Geschmackssache, was du eher bevorzugst. Wie immer würde ich trotzdem verweiden, zu viel einzupacken. Es kann immer passieren, dass du dein Gepäck eine Treppe hinauftragen musst.


Schau mal in diesen Vergleich rein, falls du einen Handgepäckrucksack suchst.

Achte darauf, dass du dein Gepäck abschließen kannst.

In Korea ist die Check-in Zeit meist sehr spät, erst am Nachmittag oder frühen Abend. Gerade in den „Love-Motels“ werden die Zimmer stundenweise vermietet.

Darum wirst du regelmäßig dein Gepäck vor dem Check-in zur Unterkunft bringen, was meistens problemlos geht und erst abends einchecken.

Aus meiner Tasche wurde Bargeld entwendet, was ich jedoch erst zu Hause bemerkt habe. Mein Rucksack war mit Schlössern gesichert, was natürlich kein Hindernis für einen Profi ist. Ansonsten hat nichts gefehlt und meinen Laptop haben sie nicht angerührt, dass wäre direkt aufgefallen.

Sichere trotzdem auf jeden Fall deine Tasche und lass wenn möglich nichts wertvolles wie Bargeld drin. Wobei sie natürlich auch nach dem Check-in ins Zimmer kommen, falls sie schlechte Absichten haben. Vielleicht hatte ich einfach nur Pech.

Brauchst du einen Tagesrucksack?

Ja, wenn du in Korea wandern gehen willst. In den Städten selber, eher nicht. Du bist umgeben von Essen und der nächste Convenience Store ist in der City meist nur einen Block entfernt.

Falls du nach einem kompakten Faltrucksack suchst, kann ich dir den 16 Liter von 4Monster* empfehlen, der eine praktische Aufteilung hat, ultraleicht ist und nicht viel Platz wegnimmt, wenn du ihn nicht brauchst.

In Korea solltest du auch an einen entsprechenden Regenschutz denken, da es immer regnen kann. Gute Erfahrungen habe ich mit den Regenschutzhüllen von Decathlon* gemacht.

Sling Bag

Statt einen Rucksack wirst du in der Stadt wahrscheinlich mit deiner Sling Bag auskommen. Dort kannst du deine Wertsachen, aber genauso Kleinkram wie Sonnenmilch unterbringen. Auf belebten Märkten kannst du die Sling nach vorne tragen, damit sie vor Dieben sicher ist.

Wobei ich Korea als sehr sicher empfunden habe. Tatsächlich habe ich mehrfach beobachtet wie unbedacht die Einheimischen mit ihren Habseligkeiten umgegangen sind, was immer ein gutes Zeichen ist.

Falls du eine kompakte und minimalistische Sling suchst, kann ich dir die von Decathlon* empfehlen, die ich schon seit Jahren auf Reisen nutze. Sie hat mehrere Fächer: hinten stecke ich mein Portemonaie und Reisepass rein, vorne kommt das Handy und die Sonnebrille rein.

Tipp: Mit einem Kabelbinder kannst du den Klickverschluss sichern, damit niemand in einfach öffnen kann.

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Packliste Korea: Reisedokumente

  • Reisepass + wasserdichter Zipp-Beutel* zum Schutz
  • Foto Hauptseite Reisepass (Cloud, 1-2 Papierkopien)
  • Nachweis Rück-/Weiterflug

Bevor du überhaupt ins Flugzeug gelassen wirst, wird kontrolliert, ob du ein Rückflugticket hast. Falls du mit einem Oneway-Ticket unterwegs bist, kannst du einen Onward-Ticket Service nutzen.


Was ist ein Onward-Ticket Service?

Als Deutscher benötigst du für Urlaubsreisen von bis 90 Tagen kein Visum für Korea. Und die Befreiung von der K-ETA (Korea Electronic Travel Authorization) wurden bis zum 31. Dezember 2026 verlängert.

Wenn du zwischen 18 und 35 Jahren bist, kannst du ein Working-Holiday-Visum für Südkorea beantragen, was es dir ermöglicht im Land zu arbeiten und ein Jahr zu bleiben.

Für die Einreise nach Korea brauchst du lediglich deinen Reisepass. Dieser muss noch mindestens 6 Monate bei der Einreise gültig sein und zwei freie Seiten haben.

Dann wird die Einreisekarte aus Papier, die bisher immer im Flugzeug verteilt wurde, langsam durch die digitale Einreisekarte (e-Arrival Card) ersetzt. Im Moment kannst du noch beides machen, aber in naher Zukunft wirst du es vorab online ausfüllen müssen.

Mein Tipp: Mach ein Foto von der Hauptseite deines Reisepasses und des Einreisestempels, hinterlege diese in der Cloud. Das macht es einfacher, wenn du deinen Pass verlierst oder gestohlen bekommst. Ich habe auch immer eine Papierkopie meines Passes im Portemonaie, damit ich den Reisepass sicher in der Unterkunft lassen kann.

Auslands-Krankenversicherung

  • internationaler Impfpass (digital)
  • Versicherungsschein der Auslandskrankenversicherung inkl. Notfall-Telefonnummer

Lass dich von einem Arzt vor der Reise beraten, welche Reiseimpfungen ratsam sind (Hepatitis A+B, Japanische Enzephalitis) und ob Standardimpfungen aufgefrischt werden müssen. Den internationalen Impfausweis musst du nicht mit nach Korea bringen, es reichen meist Fotos von den Einträgen aus.

Ansonsten brauchst du für die Reise nach Südkorea eine Auslandskrankenverischerung, die im Notfall die Behandlungskosten übernimmt, was in Korea schnell ein kostspieliger Spaß werden kann.

Die medizinische Versorgung in Südkorea entspricht dem europäischen Standard. Da jedoch nicht alle Ärzte Englisch sprechen, kann es Verständigungsprobleme geben, aber dann kann dir deine Versicherung aushelfen.

Für eine Urlaubsreise von bis zu 6 Wochen reicht eine einfache Auslandskrankenversicherung aus.

Schon mehrfach ausgezeichnet wurde die HanseMerkur Jahres-Auslandskrankenversicherung*, die nicht viel kostet.

Bei längeren Reisen von mehreren Monaten benötigst du eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung.


Hier ist ein Vergleich der besten Anbieter für Auslandskrankenversicherungen für längere Reisen.

Weitere Reisedokumente

  • Reiseunterlagen für Flüge, Unterkünfte, Mietwagen, etc. (Buchungsbestätigungen, Adressen)
  • wasserdichter Zipp-Beutel für Papierunterlagen
  • internationaler Studentenausweis
  • Original Führerschein + internationaler
  • PADI-Tauchausweis

Die meisten Reiseunterlagen wirst sowieso schon digital auf deinem Smartphone haben, am besten lädst du dir zusäztlich die Anhänge aufs Handy herunter oder machst Screenshots, so kannst du auch offline auf sie zurückgreifen.

Die weiteren Reisedokumente sind abhängig von deinen Plänen:

  • Internationaler Studentenausweis – Falls du noch studierst, erhältst du mit einem ISIC teilweise bis zu 50% Rabatt auf Eintritte in Tempel, Museen und so weiter. Also unbedingt mitbringen!
  • Führerschein – Wirst du wahrscheinlich nicht brauchen, da du die meisten Attraktionen problemlos mit Bus und Bahn in Korea erreichst.
  • Tauchausweis – Korea ist nicht als Tauchdestination bekannt, Ausnahmen sind Jeju Island und das Wracktauchen an der Nordostküste.
mann bestellt kaffee am automaten in südkorea

Packliste Korea: Zahlungsmittel

Bargeld

Die Landeswährung ist der südkoreanische Won ₩.

Südkorea ist ein modernes Land, wo du selten Bargeld brauchst und selbst den Kaugummi im 7-Eleven per Karte bezahlen kannst. Aber es gibt dennoch Ausnahmen, wo du als Reisender weiterhin Bargeld im Alltag benötigst.

Auf lokalen Märkten und beim Street Food ist Bargeld weiterhin notwendig. Während die Einheimischen auch dort vielfach per QR-Code und Direktüberweisung bezahlen können, müssen Ausländer weiterhin in bar zahlen.

Und dann brauchst du zum Aufladen der T-Money Card Bargeld, was das ist, erkläre ich gleich.

Geldautomat

In Städten ist der nächste Geldautomat in Korea meist nicht weit entfernt, wo du dir Bargeld besorgen kannst. Ich hatte jedoch das Problem, dass meine Debitkarte oft abgelehnt wurde.

Online hatte ich gelesen, dass man darauf achten soll, das es ein „Global ATM“ ist. Aber selbst diese haben nicht immer funktioniert.

Nachdem ich ein paar Geldautomaten probiert habe, hatte ich schließlich mit meiner DKB-Debitkarte bei der Woori Bank Erfolg, wo ich eine Gebühr von 3.600 Won (2,40 Euro) zahlen musst. Da ich während meiner Koreareise nicht viel Bargeld gebraucht habe, bin ich fortan jedes Mal zur Woori Bank gegangen.

Noch ein Tipp: Wähle beim Geldabheben aus, dass dein Karte in Won belastet wird. Meist bekommst du bei deiner Bank einen besseren Wechselkurs und sparst so Geld.

dkb debitkarte werbebanner

Kreditkarte

  • 2-3 Kreditkarten
  • Notfall-Telefonnummer um Kreditkarten sperren zu lassen: die +49116116 gilt für alle Karten.

In Südkorea wirst du nicht nur am Geldautomaten Probleme haben, sondern auch gelegentlich beim Bezahlen mit der Kreditkarte oder Debitkarte.

Das war der Fall am Ticketautomaten am Busbahnhof, wo immer meine Karte abgelehnt wurde. Stattdessen musste ich an den Ticketschalter gehen, wo ich dann mit Karte zahlen konnte. Bei den Unterkünften hatte ich weniger ein Problem damit, da ich diese meist direkt über Agoda bezahlt habe.

Ein Besitzer in einem Hostel meinte, dass viele Banken ausländische Karten grundlegend ablehnen. In solchen Situationen musst du halt in bar bezahlen.

Ansonsten hat das Bezahlen mit meiner Debitkarte in Korea problemlos geklappt und ich konnte meist kontaklos bezahlen. Nur bei Automaten gab es gelegentlich zu Problemen.

Bring am besten zwei bis drei Debitkarten bzw. Kreditkarten mit. Achte darauf, dass du mit diesen keine Gebühren fürs Geldabheben und das Bezahlen in Fremdgebühren zahlst.


Schau in diesen Vergleich der besten Reise-Kreditkarten rein, falls du noch eine brauchst.

T-Money Card

Ein weiteres wichtiges Zahlungsmittel in Südkorea ist die T-Money Card. Diese kannst du zum Bezahlen in jeglichen Transportmitteln, von Metro über Bus, landesweit verwenden.

Beim Einsteigen und Aussteigen musst du jeweils deine Karte einscannen und dir wird automatisch der richtige Betrag abgebucht. Das macht dein Leben in Korea so viel einfacher: keine Kommunikationsprobleme mit dem Fahrer, kein verwirrender Ticketkauf am Automaten und kein hantieren mit nervigen Kleingeld.

In jedem Kiosken (Convenience Store) wie 7-Eleven, Family Mart und CU kannst du für 2.500 Won (1,70 Euro) eine T-Money Card kaufen und dort direkt Guthaben drauf laden. Das geht jedoch nur in bar.

Zur Orientierung: Ein Fahrt mit der Bus oder Metro in der Stadt kostet meist nur 1 Euro. Lade deshalb am Anfang nicht zu viel Geld drauf, du kannst jederzeit dein Guthaben aufstocken und am Ende deiner Reise auszahlen lassen.

Notfall-Bargeld

  • Notfall-Bargeld: 100 bis 200 US-Dollar (kleine Banknoten)

Auf Reisen habe ich meist auch US-Dollar für den Notfall versteckt, wenn mir alles gestohlen wurde oder jegliche Karten gesperrt würden, hätte ich so einen Puffer, um alles zu regeln.

Das Geld solltest du jedoch auf mehrere Verstecke aufteilen und dir etwas Mühe geben.

Den Rat hätte ich besser selber befolgt, denn ich hatte auch einfach 40 US-Dollar in einem Umschlag in meinem Handgepäckrucksack. Nach der Reise musste ich leider feststellen, das mir diese gestohlen wurden. Keine Ahnung, wann das passiert ist. Zum Glück haben sie nicht alle Verstecke gefunden.

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Packliste Korea: Reiseapotheke


Im Detail erkläre ich einem separaten Artikel, was in meiner Standard-Reiseapotheke ist.

Nimm nur das Nötigste mit und Mittel, die du auch zu Hause regelmäßig nutzt. In Korea wirst du oft in Städten unterwegs sein, wo die nächste Apotheke meist nicht weit ist, falls du etwas brauchst. Eine Ausnahme sind Wanderungen.

Wie oben bereits erwähnt ist das Gesundheitssytem in Südkorea auf einem hohen Standard, der mit Deutschland vergleichbar ist.

In Korea haben die meisten Reisenden weniger gesundheitliche Probleme, auch Reisedurchfall ist seltener, wobei einige sensibel auf das scharfe Essen reagieren.

Verschreibungspflichtige Medikamente

Erkundige dich, ob du deine verschreibungspflichtigen Medikamente nach Korea einführen darfst.

Das Land hat strenge Regeln, was starke Schmerzmittel und Psychopharmaka angeht. Falls du dir unsicher bist, gibt das Ministry of Food and Drug Safety (MFDS) per Email Auskunft.

Bring auf jeden Fall zur Sicherheit ein ärztliches Attest in Englisch mit und bewahre die Medikamente in der Originalverpackung auf.

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Packliste Korea: Kulturbeutel

  • Kulturbeutel – Mein minimalistischer Kulturbeutel* oder ein Modell zum Aufhängen*.
  • festes Shampoo* & Seife (statt Duschgel)
  • Zahnbürste & Zahnpasta (One Drop Only Zahnpasta* Konzentrat)
  • Lippenbalsam und Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor, Deo, etc.
  • Bürste/Kamm, Hairstyling, Makeup, kleiner Handspiegel, etc.
  • Bite Away Neo* (Stichheiler)
  • Sonnenmilch
  • Rasierer, Nagelknipser, Nagelpfeile, Pinzette
  • Tampons (Menstruationstasse)

Versuche dich beim Kulturbeutel auf das Wesentliche zu reduzieren. Stell dir immer die Frage: Was brauche ich wirklich? Worauf kann ich die paar Wochen verzichten?

Tipp: Für die Reise kannst du dir im Drogeriemarkt zu Hause kleine, leere Behälter besorgen, in die du deine Pflegeprodukte umfüllen kannst. So musst du nicht deine großen Packungen mit auf die Reise nehmen.

In der Unterkunft findest du übrigens immer einen Fön, den brauchst du also nicht mitbringen. In den Motels werden auch meist viele Pflegeprodukte kostenlos angeboten und sogar eine Haarbürste, wobei ich diese dann doch nicht mit allen Leuten teilen will.

Feste Pflegeprodukte

Ein genialer Trick bei Pflegeprodukten ist ansonsten, sie nicht in flüssiger Form, sondern in fester mitzunehmen. Mittlerweile gibt es ein großes Produktangeboten von festem Shampoo, Conditioner, Gesichtsreinigung, Deo, Sonnencreme und mehr.

So kannst du viel Platz und Gewicht bei deinem Gepäck einsparen, was gerade beim Reisen mit Handgepäck wichtig ist und obendrauf läuft dir nichts aus.

Teste einfach einige Produkte aus der Drogerie, was du magst.

Olive Young

Ansonsten ist Korea für seine innovative Beauty-Produkte bekannt, deshalb gehen viele im Geschäft Olive Young einkaufen und decken sich dort mit einem Vorrat für zu Hause ein. Mal ein etwas anderes Souvenir.

Am besten informierst du dich vorab, was für Produkte dich interessieren, da die Auswahl groß ist. Falls du offline bist, kannst du Fotos von den Packungen und Etiketten machen, um später in Ruhe in der Unterkunft zu recherchieren. Es macht sowieso Sinn, erst am Ende der Reise shoppen zu gehen.

Achtung: Bei den Gesichtscremes musst du genau lesen, ob sie einen „Whitening-Effect“ haben. Ein blasser Teint gilt in Korea als Schönheitsideal, aber die Cremes are nichts gutes für deine Haut.

Sonnenschutz

Aus diesem Grund wird in Korea viel wert auf Sonnenschutz gelegt, besonders bei den Frauen.

So laufen viele Leute selbst im Sommer mit langärmligen Klamotten rum und tragen breitkrempige Kappen. Manche schützen sogar ich Gesicht mit einer Maske oder einem Visier, was etwas befremdlich wirkt.

Falls du eine helle Haut hast, kannst du in Korea leichte Kleidung mit UV-Schutz und Kopfbedeckungen kaufen.

Im Olive Young Shop kannst du auch After-Sun Aloe Vera Cremes und Sonnenmilch als Stick kaufen, was praktisch zum Auftragen unterwegs ist. Im Vergleich zu den Preisen im DM sind diese jedoch relativ teuer, deshalb würde ich eher alles von zu Hause mitbringen.

Mückenschutz

Direkt kaufen im Olive Young kannst du dir hingegen das Mückenspray, was gut sein soll.

Ich hatte noch genug in meinem Mückenspray aus Südostasien, was in Korea gut gewirkt hat, deshalb habe ich mir vor Ort kein neues gekauft. Im Mai/Juni waren auch nicht allzu viele Mücken unterwegs.

Mücken können in Korea die Japanische Enzephalitis übertragen, wogegen du dich impfen lassen kann. In den Sommermonaten besteht auch im Grenzgebiet zu Nordkorea ein geringes Malariarisiko, wobei Seoul nicht davon betroffen ist.

Falls dich doch eine Mücke sticht, kann ich dir den Evolsin Anti Stich* empfehlen. Wenn zeitnah den Mückenstich damit behandelst, wird er nicht so dick und juckt weniger.

Im Gegensatz zu anderen Stichheilern verwendet dieser keine Wärme sondern elektrische Impuls, was genauso wirkt. Der Vorteil vom Anti-Stich ist, das er deutlich leichter und kompakter ist, so kannst du ihn immer dabei haben.

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Packliste Korea: Kleidung

Das Klima

Was für Kleidung du in Korea brauchst, hängt stark davon ab, wann du nach Korea reist.

Seoul hat vier Jahreszeiten mit kalten Wintern, wo es sogar schneien kann, und regenreichen Sommern, die von Stürmen und sogar Taifunen begleitet werden.

So gelten der Frühling (Mai/Juni) und Herbst (September/Oktober) als beste Reisezeit für Südkorea.

Meine Empfehlung richtet sich deshalb an diesen Zeiten des Übergangs.

Brauchst du eine Regenjacke?

Pack sie zur Sicherheit ein, denn es kann auch außerhalb der Regenzeit im Sommer regnen. Gerade wenn du wandern gehen willst, ist sie ein Muss, da sie dich bei Wind, Regen und Kälte schützt.

Bist du hingegen ausschließlich in Städten unterwegs, kannst du es drauf ankommen lassen. Im Notfall kannst du dir immer einen Regenschirm oder Regenponcho im nächsten Convenience Store kaufen.

Passende Kleidung für Korea

Die Koreaner in den Städten kleiden sich stylisch, jedoch dezent, und der Modegeschmack erinnert einen stark an Japan. Als Tourist fällst du sowieso auf, aber mit dem Backpacker-Look aus Südostasien bist du in Korea definitiv fehl am Platz.

Draußen in der Natur kleiden sich die Koreaner hingegen bunter und sind meist gut ausgestattet mit Wanderhosen, langärmligen UV-Shirt und natürlich Kopfbedeckung. Hier fällst du mit deiner europäischen Outdoor-Kleidung nicht weiter auf.

Zwischendurch kannst du deine Sachen im Waschsalon waschen, die du überall in Städten findest, so brauchst du nur die Hälfte mitbringen. Wir waren nicht im Waschsalon, sondern haben einfach unsere Sachen per Hand gewachsen, was in den Motels kein Problem war.

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Kleidung für 7 bis 10 Tage

Wie oben bereits erwähnt, ist das meine Empfehlung für die Hauptreisezeit (Frühling, Herbst).

  • 4-5 T-Shirts & Tops
  • 1 Longsleeve / Bluse / Hemd
  • 1 Pulli (mit Kapuze)
  • 1 Beutel mit Unterwäsche & Socken
  • 1 Bikini / Badeshorts
  • 1 Schlauchtuch* (multifunktional: Haar-/Schweißband, Mundschutz)
  • 1 Beutel für Schmutwäsche
  • 2-3 Shorts / Röcke
  • 1 lange Hose
  • 1 Schlafanzug (optional)

Pack lieber ein paar Socken mehr ein, da du viel barfuß rumläufst und diese dann schneller dreckig werden.

Welche Schuhe mitnehmen?

Meine Empfehlung: 1 Flipflops (Amazon* / Decathlon*) + 1 Sandalen (Frauen* | Männer*) + 1 Trail-Running Schuhe (Amazon* / Decathlon*) oder Sneaker

In Korea ist es üblich, seine Schuhe vor dem Betreten eines Hauses auszuziehen. Oftmals werden dir dann Hausschlappen zur Verfügung gestellt. So findest du in vielen Unterkünften Schlappen und musst nicht deine eigenen mitbringen.

Aus hygienischen Gründen würde ich trotzdem eigene Flipflops oder Schlappen mitbringen.

Und dann ist es eine Frage, was du lieber beim Sightseeing in der Stadt trägst. Hier hat jeder andere Vorlieben, pack einfach deine Lieblingssneaker ein, in denen du gut laufen kannst.

Ich selber bevorzuge Sandalen bei sommerlichen Wetter. Das ist angenehmer für die Füsse, ich muss weniger Socken einpacken und wenn es doch mal regnet, trocknen die Sandalen schneller als Schuhe.

Falls du in Korea wandern gehen willst, sind ansonsten ein paar Trail-Running Schuhe praktisch. Diese sind leichter als klassiche Wanderschuhe, sehen meist sportlich aus und können auch in der Stadt getragen werden. Im Gegensatz zu Sneakern geben sie dir jedoch mehr Halt auf Waldwegen und im Gebirge.

Auf deiner Reise hast du vielfach die Gelegenheit kurze und einfache Wanderungen in der Nähe von Städten zu machen. Diese Wege kannst du genauso auch in deinem Sneakern laufen und brauchst nicht extra Trail-Running Schuhe mitbringen.

Da jede Reise anders ist, weißt du am besten, was du brauchst.

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Packliste Korea: Ausrüstung

Brauchst du ein Handtuch?

Das hängt davon ab, wo du übernachtest. In Motels bekommst du standardmäßig ein Handtuch, in Hostels jedoch seltener oder nur gegen eine Gebühr.

Steck deshalb ein Mikrofasertuch ein, falls du in Hostels übernachtest, das nimmt nicht viel Platz weg und trocknet schnell.

Trinkflasche

Das Leitungswasser in Korea ist trinkbar, jedoch sind die Leitungen in einigen Häusern veraltet, deshalb werden vielfach Wasserfilter verwendet.

So findest du in vielen Unterkünften kostenlose Trinkwasserspender, die gekühltes, warmes und kochendes Wasser anbieten. Perfekt, um sich selber einen Tee oder Instant-Nudeln zu machen.

Aber auch in Museen, am Bahnhof und in anderen öffentlichen Bereichen, kannst du deine Flasche im Laufe des Tages wieder auffüllen.

Bring deshalb auf jeden Fall eine wiederverwendbare Trinkflasche mit, um unnötigen Müll zu vermeiden und Geld zu sparen.

Empfehlen kann ich dir die flexible Platypus-1-Liter* Beutel, den du platzsparend zusammendrücken kannst, wenn sie leer ist. Schon seit Jahren verwende ich sie und bin ein Fan, sie ist leicht, kompakt und drückt nicht im Rücken.

Besteck

In vielen Hostels hast du eine kleine Küche mit Kühlschrank und einfacher Ausstattung, um dir morgens schnell ein Frühstück zu machen.

Im Motel hast du das eigentlich nie, aber dafür einen eigenen Kühlschrank, einen Wasserkocher und oft auch kostenlosen Tee und Kaffee. Jetzt fehlt dir nur noch Besteck, bring deshalb einen Göffel mit.

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Das Abfall-Problem

In Südkorea hast du Probleme einen öffentlichen Mülleimer zu finden, und musst teilweise stundenlang mit dem Abfall rumlaufen.

Und der Hintergrund dafür ist folgender: Mitte der 1990er Jahre wurde eingeführt, dass man für Restmüll zahlen muss. Wer hingegen recycelt, zahlt dafür nichts.

Nachdem daraufhin öffentliche Mülleimer zur illegalen Entsorgung des eigenen Mülls genutzt wurden, verschwanden sie immer mehr.

Der beste Trick ist, deine Sachen im Convenience Store direkt zu verzehren, da es dort entsprechende Mülleimer gibt.

Und mein zweiter Tipp, ist eine kleine Plastiktüte einzustecken, um im Notfall Müll darin sammeln zu können.

Zahlenschlösser

Oben beim Thema Tasche hatte ich es bereits erwähnt, dass die Check-in Zeiten in den Unterkünften meist erst nachmittags oder am frühen Abend sind. Deshalb wirst du mit Sicherheit deine Tasche vorab in der Unterkunft abstellen.

Bring also Zahlenschlösser* mit, damit du deine Tasche wenigstens ein bißchen sichern kann.

Leider wurde meine Tasche geöffnet und etwas Bargeld geklaut, ohne das ich etwas gemerkt habe. Erst zu Hause habe ich den Verlust festgestellt, deshalb weiß ich nicht, wo es passiert ist. Aber ich bin mir sicher, dass es in einer der Motels war, wo die Tasche stundenlang an der Rezeption stand.

Mein Tipp: Lass deshalb am besten nichts wertvolles in der Tasche, dass leicht entwendet werden kann. Meinen Laptop haben sie zum Beispiel nicht angerührt, weil sie wussten, dass ich das sofort bemerkt hätte.

Alternativ findest du an jedem Bahnhof auch Schließfächer, die du stundenweise nutzen kannst.

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Packliste Korea: Elektronik

Nicht einpacken:

  • Powerbank über 100 Wh
  • Steckdosenadapter
  • Drohne
  • Stirnlampe – Taschenlampe am Handy reicht meistens
  • Fön – gibt’s in jeder Unterkunft

Powerbank

Auf den meisten Flügen dürfen nur noch Powerbanks bis 100 Wh im Handgepäck mitgeführt werden, nachdem es zu einigen kleinen Bränden an Bord gekommen ist. Verwenden darfst du beim Flug nicht, aber so kann man schneller reagieren, wenn zu einem Vorfall kommt.

Falls du eine größere Powerbank dabei hast, wirst du sie bei der Sicherheitskontrolle abgeben müssen. Am besten checkst du die Anforderungen der Fluggesellschaft direkt, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Steckdosentypen in Korea

In Südkorea brauchst du keinen Adapter zum Laden deiner Geräte. Die meisten Unterkünfte haben meist hybride Steckdosen für den Stecker-Typ C wie in Deutschland und Stecker-Typ A wie in den USA.

In Hostels ist es mittlerweile auch Standard, dass jedes Bett seine eigene Steckdose hat.

Bring am besten einen Schnelllade-Stecker mit, damit deine Geräte nicht lange zum Laden brauchen. Falls du mit mehreren Geräten reist, kannst du einen multiport USB-C Stecker einpacken, mit dem du mehrere Geräte gleichzeitig laden kannst.

Darfst du deine Drohne fliegen?

Aus verständlichen Gründen hat Südkorea strenge Regeln zum Fliegen von Drohnen.

Solange deine Drohne leichter als 250 Gramm ist, gilt sie als Spielzeug und muss nicht registriert werden, alle anderen schon.

Aber das bedeutet nicht, dass du überall deine kleine Drohne fliegen darfst. In vielen Gebieten wie in der Grenzregion (DMZ), im Umkreis von Flughäfen und Militäreinrichtungen, aber auch in Nationalparks und in Seoul ist es generell verboten.

Erkundige dich deshalb genauestens, bevor du entscheidest, ob du deine kleine Drohne mitbringen willst.

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Die besten Apps für Korea

Vor meiner Reise nach Korea habe ich überall gelesen, dass man auf die koreanischen Apps wie Naver Map und Papago ausweichen soll.

Aber ich fand das Nutzungserlebnis schlecht, deshalb habe ich am Ende doch meine Lieblings-Reise-Apps verwendet und das hat gut funktioniert.

Die klassischen Reise-Apps:

  • Google Maps – Früher waren die koreanischen Karten von Google nicht so detailliert, aber das hat sich 2026 gebessert. Mir hat es auch schon vorher gereicht, um schnell online etwas nachzuschauen. Klar in der Naver Map sind mehr Informationen zu Geschäften und Restaurants, aber Google hat ebenfalls viele Infos. Nur bei der Navigation ist es nicht gut, solange du dir aber kein Auto leihst, sollte das kein Problem sein.
  • Organic Maps – die Offline-Karten sind ideal für die Reiseplanung und zum Wandern, was gut in Korea funktioniert hat.
  • Google Übersetzer – Lade dir das koreanische Sprachpaket zur offline Nutzung herunter.

Im Alltag hatten die Koreaner immer viel schneller das Handy in der Hand, um simultan zu übersetzen. Und ich hatte sowieso kein mobiles Datenvolumen in Korea. Mittlerweile würde ich eher Gemini oder ChatGPT nutzen, wozu also neue Apps installieren.

Die koreanischen Apps:

  • Naver Map oder KakaoMap – Detailliertes Kartenmaterial mit aktuellen Daten zu Gastronomie und ÖPNV.
  • Papago – Die Übersetzungs-App ist besser und hat ebenfalls die Foto-Live-Übersetzung wie Google.
  • KakaoTalk – Das WhatsApp von Korea, um mit Locals zu kommunizieren.

Falls du dich länger in Korea aufhältst, machen die koreanischen App sicher deinen Alltag einfacher. Für Reisende reichen jedoch die klassischen Reise-Apps aus, die du sowieso schon nutzt.

Meine allgemeinen Empfehlungen für Reise-Apps

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Brauchst du eine SIM-Karte?

In Korea findest du wirklich überall öffentliches WLAN: Von Unterkünften, Bahnhöfen, Linienbus, Fernbus, Zug, Museen, Cafés, Bars, Restaurants und so weiter. Und das Internet ist sogar schnell.

Deshalb haben wir uns gegen eine SIM-Karte entschieden und sind damit gut klar gekommen. Es gab ein paar Siutationen, wo wir uns nicht mit den Locals verständigen konnten, aber dann haben diese direkt zum Handy gegriffen. In der Kombination mit den offline Apps war das ausreichend für uns.

Falls du trotzdem unabhängig sein willst, um jederzeit online zu gehen, kann ich eine Reise-eSIM empfehlen. Die lokalen Prepaid-SIM-Karten sind verhältnismäßig teuer. Hier findest du eine Übersicht zu den Mobilfunkanbietern in Korea.

Wenn du dir hierzu das Angebot an Reise eSIMs anschaust, kommst du hier günstiger weg, da du kein großes Datenvolumen brauchst.

Schau dir mal das Angebot von Saily* an, dort kannst du dir 3GB für 30 Tage holen. Wenn du den Code: backpackinghacks verwendest, erhältst du einen kleinen Rabatt.

Weitere nützliche digitale Tools

Weil du regelmäßig öffentliche WLANs in Korea nutzen wirst, kann ich dir einen VPN empfehlen, der deine Daten schützt.

Ich habe in Korea Surfshark genutzt, was einwandfrei funktioniert hat.

Schau in besten in meinen Vergleich der besten Reise-VPNs rein, wo ich genau erkläre, was einen guten VPN ausmacht und welche Anbieter für Reisende attraktiv sind.


Und mit diesen Packtipps ist dein Rucksack schnell gepackt.

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claudia
claudia

Als Digitale Nomadin reise ich nonstop um die Welt und liebe es!