Für mich gehört George Town zu den schönsten Orten in Malaysia, den du auf keinen Fall verpassen darfst.
Kaum ein Ort verkörpert die Vielfalt und das kulturelle Erbe von Malaysia so gut wie George Town. Noch dazu ist es bekannt für sein gutes Essen und unzähligen Feste.
Irgendetwas zieht mich immer wieder magisch zurück nach George Town. In keiner anderen Stadt in Asien habe ich so viel Zeit verbracht wie in George Town.
In Summe ist es fast ein halbes Jahr, was in sich schon eine kleine Liebeserklärung an George Town ist.
In diesem George Town Reiseguide findest du alles, was du für deinen Besuch brauchst.
Angefangen bei den klassischen Sehenswürdigkeiten, bis zu meinen Geheimtipps und Lieblingsorten.
Aber sei gewarnt, vielleicht verfällst du ebenfalls George Town.
Inhaltsverzeichnis
Mein Penang Reiseguide: Top-Aktivitäten & interessaten Orte außerhalb von George Town
Wo übernachten in George Town?
Am naheliegendsten ist es direkt in der Altstadt zu übernachten, da sich dort die meisten Sehenswürdigkeiten befinden und du mittendrin bist.
Der Nachteil von der Altstadt ist jedoch, dass die Unterkünfte sich oft in alten Häusern befinden, die teils etwas beengt, veraltet und dunkel sind, da sie wenig Tageslicht abbekommen.
Deshalb ist mein Tipp, am Rand der Altstadt zu übernachten. Dort findest du moderne Unterkünfte und bist zu Fuß doch schnell bei den Attraktionen.
Meine Empfehlungen für Unterkünfte:
- Tido Hostel* – Budget Hostel: Preiswert, großzügig mit toller Aussicht von der Lounge im 5. Stock
- Some Place Else* – Social Hostel: Mit schönen Gemeinschaftsbereichen und Aktivitäten, perfekt um Leute kennenzulernen
- Forum Hotel* – Budget Hotel: Modern, günstig und sauber
- OZO George Town* – Mittelklasse Hotel: Mit Pool und toller Aussicht, etwas Luxus für wenig Geld
Wo in Penang übernachten? Ausführlicher Artikel mit Fotos
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Top-Sehenswürdigkeiten von George Town
Die schönsten Straßen von George Town
Die Altstadt selber mit ihren schmalen Straßen und alten Shop-Häusern ist die eigentliche Sehenswürdigkeit von George Town.
Also lass dich durch die Altstadt treiben. Es ist fast schon egal, wohin du gehst, überall findest du schöne Ecken und interessante Details. Folge einfach deiner Neugierde.
Ein guter Startpunkt für deine Erkundungstour ist die Armenian Street, die zwar etwas touristisch ist, aber doch viele interessante Sehenswürdigkeiten bereit hält.
Angefangen bei der Street Art wie den Kindern auf dem Fahrrad über die chinesische Clanhäuser, Tempel und Museen.
Von außen kannst du einen Blick auf das Clanhaus Seh Tek Tong Cheah Kongsi von der Beach Street erhaschen, an dessen Gartenmauer ebenfalls Street Art prangert.
Schau anschließend in den Tempeln Poh Hock Seah und Choo Chay Keong vorbei, die beide kostenlos sind.
Folge der Straße bis zum Armenian Park und biege auf die Aceh Street nach links ab.
Mach einen Abstecher zur Cannon Street, wo sich weitere Street Art (vor allem Katzen) verstecken. Ein Blickfang ist der Junge mit dem gelben Shirt, der auf einem Stuhl stehend nach etwas greift.
Schlendere im Anschluss die Aceh Street runter bis zur Beach Street, wo du überall kleine Shops und Cafés entlang des Weges findest.
Nicht verpassen darfst du ansonsten die Muntri Street, die Campbell Street und die Malay Street, die sich anderen Ecke der Altstadt befinden.

Street Art in George Town
Auf deinem Spaziergang durch George Town wirst du ebenfalls an viel Street Art vorbei kommen.
In 2009 hat Penang sein erstes Street Art Festival veranstaltet und wurde schließlich 2012 durch die Kunstwerke von Ernest Zacharevic weltweit bekannt.
Dieser verstand es auf spielerische Weise physische Dinge wie ein Motorrad mit realistischen Wandmalereien zu kombinieren, dessen Hauptmotive Kinder waren.
Bis heute bilden sich lange Schlange an seinen Kunstwerken, um ein Selfie mit den Kinder zu machen. Aber das war erst der Beginn.
Gerade in den ersten Jahren sind unzählige Street Art Murals entstanden, die die Straßen von George Town in eine kostenlose Kunstgalerie verwandelt haben.
Die Street Art Festivals finden zwar nicht mehr statt und doch kommen ständig neue Werke hinzu von einheimischen Künstlern oder solche, die Penang besuchen.
Besonders den grünen Hund Chiago wirst du vielfach finden, der vom malaysischen Künstler Kenji Chai stammt.
Aber auch Ernest Zacharevic ist in 2025 zurückgekehrt, um seine Arbeiten aufzufrischen, da sie über die Jahre langsam am Verblassen waren.
Die größte Herausforderung bei der Street Art ist, sie zu finden. Deshalb habe ich alle meine Fundstücke zusammengetragen, damit du es einfacher hast.
Mein umfangreicher Penang Street Art Guide

Das chinesische Erbe
Beim Gang durch George Town wirst du ansonsten den großen chinesischen Einfluss bemerken.
Bis heute spielen die Nachfahren der chinesischen Einwanderer eine große Rolle in der kulturellen Identität und in der Wirtschaft von Penang.
Das geht teilweise bis ins 18. Jahrhundert zurück, wo es eine große Einreisewelle von chinesischen Arbeitern gab. Diese kamen in der Hoffnung nach einem besseren Leben nach Penang.
Die Kolonialherren, die sie anfangs hierher lockten, kümmert sich jedoch wenig um ihre Belange und Probleme.
So fingen die chinesischen Einwanderer an, sich selber zu organisieren und gegenseitig zu unterstützen. Das war der Beginn der chinesischen Clans (Kongsi) in Penang.
Bis heute findest du Relikte aus dieser Zeit in George Town. Besonders prachtvoll sind die Clanhäuser, buddhistischen Tempel und Wohnhäuser von reichen Händlern aus späteren Jahren.
Besonders diese drei Sehenswürdigkeiten sind empfehlenswert:
- Tempel Goddess of Mercy: Der älteste chinesische Tempel von Penang hat mit seiner Rauch geschwängerten Luft eine mystische Atmosphäre.
- Pinang Peranakan Mansion (Eintritt: 30MYR, ca. 6,30€): Einen Einblick in das Leben von damals bekommst du in der Villa dieses wohlhabenden chinesischen Händlers aus dem 20. Jahrhunderts.
- Leong San Tong Khoo Kongsi (Eintritt: 15MYR, 3,15€): Und das ist ein wichtiges Clanhaus samt Tempel, was heute ein Museum ist.
Wenn es dich interessiert, kannst du weitere Clanhäuser besichtigen wie Seh Tek Tong Cheah Kongsi, Eng Chuan Tong Tan Kongsi und Teoh Kongsi.
Prachtvoll ist ansonsten das chinesische Herrenhaus Cheong Fatt Tze Mansion (The Blue Mansion) aus dem 19. Jahrhundert, was heute als Hotel genutzt wird.
Darüber hinaus gibt es viele chinesische Tempel. Besonders lohnenswert sind die Tempel auf der Armenian Street und die Ahnentempel auf der King Street an der Ecke Church Street.
Und ich mag noch den Thean Hou Temple auf der Muntri Street.


Clan Jetties: Die Stelzenhäuser
Ein weiteres Relikt der chinesischen Einwanderer sind die sogenannten Clan-Jetties, die einst von Hokkien-Chinesen erbaut wurden, die aus dem Südosten Chinas stammen.
Das Besondere der Clan-Jetties ist, dass die Häuser auf Stelzen im Wasser stehen und über einen Pier miteinander und dem Festland verbunden sind.
Bis heute leben Menschen in Stelzenhäusern im Nordosten von Penang, oftmals in einfachen Holzhäusern.
Jedoch haben sich ihre Lebensbedingungen in der Zwischenzeit verbessert. So wurden sie an die Wasser- und Stromversorgung angeschlossen.
In Penang gibt es 7 Clan-Jetties, die öffentlich zugänglich sind. Da hier ganz normale Menschen leben, solltest du jedoch Rücksicht nehmen und ihre Privatsphäre respektieren.
- Chew Jetty: Der populärste und etwas touristisch.
- Tan Jetty & Lee Jetty: Deutlich ruhiger und authentischer.
- Yeoh Jetty: Noch ruhiger.
Tipp: Komm kurz vorm Sonnenuntergang zu den Jetties, wenn es kühler ist und weniger los ist. Dann ist es schön eine Weile auf dem Holzsteg zu sitzen, und die Atmosphäre am Wasser zu genießen.

Alte Kolonialgebäude
Aber nicht nur die Chinesen haben ihre Spuren in Penang hinterlassen, sondern auch die Europäer. Vor allem die Briten und die East Indian Company waren in Penang aktiv.
Bis heute steht stolz das Fort Cornwallis, was Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde und was im Moment renoviert wird. Aber es ist auch von außen beeindruckend.
Normalerweise kostet das Fort Eintritt, aber es gibt abends und am Wochenende oft Veranstaltungen, wo du es kostenlos betreten kannst.
Direkt neben dem Fort schließt sich die Wiese der Esplanade Grounds an, wo sich die gelbe Stadthalle (Town Hall) und das weiße Rathaus (City Hall) befinden.
Unweit vom Fort steht ansonsten der exotisch aussehende Queen Victoria Memorial Uhrenturm im maurischen Stil, wo die Beach Street beginnt.
Auf dieser Straße stehen weitere Kolonialhäuser, die jetzt von Banken, Büros und Geschäften genutzt werden.
Tipp: Schöne Postkarten findest du in diesem Laden.
Weitere wichtige Kolonialgebäude in George Town sind das Eastern & Oriental Hotel, was am Ende des 19. Jahrhunderts von den berühmten armenischen Sarkies-Brüdern erbaut wurde.
Diese gründeten eine Reihe von Luxushotels in Südostasien, wobei das Raffles Hotel in Singapur am bekanntesten ist.
Ansonsten gibt es noch die Kirche St. George und das Hotel The George, bei der Namensgebung waren sie nicht sonderlich kreativ.

Komm nach Little India
Unweit der Beach Street geht es wortwörtlich bunter zu.
Die Luft in Little India ist geschwängert vom Geruch der Räucherstäbchen und würzigen Curries. Laute indische Popmusik tönt aus den Geschäften.
Little India erstreckt sich rund um die King Street, Queen Street und Penang Street. Und wenn du durch die Straßen läufst, könntest du glatt vergessen, dass du in Malaysia bist.
So macht es Spaß durch die Geschäfte mit den bunten Saris und den grellen Goldschmuckgeschäften zu streifen.
Faszinierend finde ich auch die Supermärkte (General Stores), wo du von Gewürzen über Kochutensilien bis hin zu Sachen für deinen Hausaltar, alles findest.
Zwischendurch kannst du als Snack eine Samosa essen, was eine dreieckige mit Curry gefüllte und frittierte Pastete ist.
Natürlich gibt es auch unzählige indische Restaurants und einfache Essensstände, wo du fantastisch essen kannst.
Ich esse gerne in einem der Nasi Kandar Restaurants, wo du Reis mit Curries und Gemüse bekommst. Lecker ist auch dieser Stand, der Chapatis mit Linsen-Daal und diversen Curries anbietet.
Klassische Sehenswürdigkeiten hat Little India hingegen kaum.
Ein Blickfang ist der bunte Hindutempel Sri Mahamariamman, wobei sich die größten Hindutempel der Insel beim Botanischen Garten befinden.
Imposant ist ansonsten die Kapitan Keling Moschee, die einst von indischen Muslimen erbaut wurde. Sie kann außerhalb des Gebets besucht werden und ist abends besonders fotogen.

Die besten Nachtmärkte von George Town
Direkt in der Altstadt finden täglich zwei Nachtmärkte statt, die beide typische malaysische Gerichte und Snacks anbieten. Die Stände öffnen meist gegen 17 Uhr und schließen um 23 Uhr.
Wenn sie jedoch ausverkauft sind, packen sie früher zusammen, deshalb würde ich nicht zu spät kommen.
Chulia Street Nachtmarkt: Probiere Wanton Mee (als Suppe oder „dry“ mit Sojasoße), Curry Mee (Currysuppe), Lor Bak (frittierte Snacks), Satay (Grillspieß) und Apom (süßer Pfannkuchen).
Kimberley Nachtmarkt: Dieser gefällt mir besser. Er ist bekannt für sein Duck Kway Chap, Kuey Teow Thong (Nudelsuppe) und Char Kway Teow (Wok Nudeln) ist. Und mein Favorit ist das vegetarische Curry Mee.
New Lane Hawker Centre: Hier geht es entspannter zu und du sitzt schöner. Mittwochs geschlossen. Populäre Gerichte sind: Chee Cheong Fun (gedämpfte Reisnudeln), Popiah (herzhafter Crepe) und Hokkien Mee (herzhafte Nudelsuppe). Ich esse gerne die Mini-Pfannkuchen mit Kokosnuss.
Ansonsten finden etwas außerhalb noch montags der Macallum Street und freitags der Van Praagh Nachtmarkt statt, den hauptsächlich Locals besuchen.
Das Essensangebot ist dort breiter und es gibt weniger typische Gerichte aus Malaysia, deshalb sind die Nachtmärkte in der Altstadt interessanter für Touristen.
Schau am besten in meinen Malaysia-Essensguide rein, wo ich die wichtigsten Gerichten, Snacks und Getränke vorstellen.
Meine Geheimtipps für George Town
Nachdem wir die klassischen Sehenswürdigkeiten von George Town abgearbeitet haben, kommen wir nun zu meinen Geheimtipps.
Es ist eine bunte Sammlung, die ich über die Jahre entdeckt habe.

Nimm die Fähre nach George Town
Und wir beginnen direkt bei der Anreise. Es gibt nichts schöneres, als mit der Fähre von Butterworth rüber nach George Town zu fahren.
Langsam kommst du der Insel näher und siehst die Berge im Hintergrund, die sich im Zentrum erheben.
Um dann mitten in der Altstadt an Land zu gehen, und zu Fuß zu deiner Unterkunft zu laufen. So bekommst du direkt einen ersten Eindruck von der Altstadt.
Die Alternative mit dem Bus ist weniger reizvoll.
Wahrscheinlich steckst du im Stau fest, denn der Verkehr auf Penang ist oft ein Alptraum. Und beim Blick aus dem Fenster schaust du auf anonyme Wohntürme und eine urbane Wüste.
Die Fähre ist definitiv die bessere Wahl.
Noch dazu dauert die Überfahrt nur eine Viertelstunde und kostet 2 MYR (0,40€). Der Fährableger befindet sich zudem direkt neben dem Bahnhof für den Zug und Bus.
Nach Butterworth, auch Penang Sentral genannt, gibt es mehr Verbindungen mit dem Bus und der Zug fährt gar nicht rüber auf die Insel, sondern hält nur in Butterworth.

Schwimmender Tempel
Google Maps | Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr
Von der Fähre kannst du bereits den goldenen Tempel Hean Boo Thean Kuan Yin sehen, der auf Stelzen gebaut über dem Meer schwebt.
Der buddhistische Tempel befindet sich im Kampung Merdeka direkt neben den Clan-Jetties.
Bei meinem ersten Besuch musste ich den Tempel etwas suchen, mittlerweile ist er ausgeschildert.
Trotzdem kommen kaum Touristen vorbei, obwohl es einer der schönsten Tempel von George Town ist, auf jeden Fall hat er die schönste Aussicht aufs Meer.
Leider schließt er vorm Sonnenuntergang, aber von den benachbarten Clan-Jetties kannst du schöne Fotos von ihm machen, da die roten Lampions im Dunkeln leuchten.

Cecil Street Markthalle
Rund einen Kilometer westlich vom Tempel befindet sich der Cecil Street Markt (Pasar Lebuh Cecil), der täglich geöffnet hat.
Es ist ein typischer Markt, der sowohl Frischware wie Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, als auch frisch gekochtes Essen anbietet.
In den unzähligen Garküchen kannst du malaysische Gerichte für wenig Geld probieren.
Vor ein paar Jahren habe ich ihn durch Zufall entdeckt und als ich dieses Jahr zurückgekehrt bin, war ich überrascht, wie voll es war.
Eine Malaysierin erzählte mir dann, dass er durch TikTok bekannt geworden ist und seitdem einheimische Touristen anzieht.
Trotzdem lohnt es sich noch hierher zu kommen, da die Auswahl an Essen sehr groß ist. An den Schlangen siehst du, welche Stände besonders beliebt sind.
Mein Lieblingsstand befindet sich in der hintersten Ecken im Süden, wo ein Ehepaar Asam Laksa verkauft, die sie liebevoll zubereiten.
Ihr Stand hat übrigens keine Schlange und ist trotzdem sehr lecker. Die Regel gilt also nicht immer.
Nachdem du gegessen hast, lohnt es sich, in den Nachbarstraßen umzusehen.
Gerade in den Querstraßen zur Brick Kiln Road stehen viele schöne Häuser und an der Ecke findest du coole Street Art.

Hin Bus Depot Art Center
Google Maps | Öffnungszeiten: 12 bis 19 Uhr, am Wochenende ab 11 Uhr
Nur 10 Minuten vom Markt befindet sich das Hin Bus Art Center.
Ein Treffpunkt der Kunstszene von Penang ist in diesem ehemaligen Busdepot, das Bühne und Leinwand zugleich ist.
So findest du an den Wänden coole Street Art und regelmäßig finden hier Konzerte, Aufführungen und Ausstellungen statt.
Jeden Sonntag gibt es zudem den Sunday Pop-up Market, wo lokale Künstler ihre Arbeiten zum Verkauf anbieten. Begleitet wird der Markt mit Live-Musik und Essensständen.
In 2026 gab es außerdem einige Karikaturisten, die im Cartoon-Stil live Porträts angefertigt haben. Sowas habe ich bisher nur in Korea gesehen. Ich habe außerdem zwei Stände mit Tarot-Karten-Legern gesehen.
Wenn du sonntags in Penang bist, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.


Thailand Tempel & Burma Tempel
Die ersten Geheimtipps befinden sich alle südlich von der Altstadt von George Town und die nächsten sind im Norden.
Falls du noch nie in Thailand oder Burma (Myanmar) warst, lohnt sich der Besuch dieser beiden Tempel.
Der thailändische Tempel Wat Chayamangkalaram ist ein farbenfrohes und verspieltes Beispiel für Tempel in Thailand.
Begrüßt wirst du von Naga-Schlangen und stehenden Wächtern, die in der Sonne glitzern. Innen liegt dann ein 32 Meter langer Buddha, der eine enorme Ruhe ausstrahlt.
Gegenüber steht der burmesische Dhammikarama Tempel. Es ist der einzige burmesische Tempel in Malaysia.
Die Tempelanlage ist liebevoll gestaltet und befindet sich in einem Garten mit mehreren Bauwerken und Teichen mit Schildkröten und Fischen.
Ein Highlight ist der 8 Meter hohe stehende Buddha der von kunstvollen Schnitzereien umgeben ist. Und etwas versteckt, gibt es noch einen Aussichtspunkt.
Geheimtipp: Ganz hinten links steht ein Turm. Folge dort der Treppe hinauf zum Dach, von dem du einen fantastischen Blick hast.

Pulau Tikus
Die beiden Tempel befinden sich im Stadtteil Pulau Tikus, wo es morgens einen kleinen Markt und Essensstände gibt.
Da kaum Touristen hierher kommen, erlebst du hier einen authentischen Markt.
Schon von weitem kannst du die Pfannkuchen Apom Manis riechen, die frisch zubereitet werden. Daneben brät jemand scharf in einem Wok Char Koay Teow an.
Aber mein Favorit hier ist der Stand von Granny Q, die ein fantastische Lemak Laksa kocht.
Während die Asam Laksa leicht säuerlich schmeckt, enthält diese Laksa-Version Kokosmilch und Kaffirn-Limettenblätter, was es cremig macht und an ein mildes, thailändisches Curry erinnert.
Lemak Laksa ist eher typisch für Singapur, und doch ist es interessant wie anders diese Suppe schmeckt.
Als Nachtisch kannst du kleine Küchlein (Kuih) oder gedämpfte Brötchen (Bao) essen.
Ein Stück Korea
In direkter Nachbarschaft stehen mehrere moderne Einkaufszentren, wo du Klamotten kaufen kannst, falls du etwas brauchst, auch einen Decathlon.
Aber der Insider-Tipp im Gurney Plaza ist der koreanische Kiosk CU, der alle begeistern wird, die schon mal in Südkorea waren.
Denn dort findest du einen CU gefühlt an jeder Ecke und sie sind der beste Ort, um Snacks und Getränke zu kaufen.
Die Auswahl in Malaysia ist zwar geringer, aber sie haben auch Gimbap-Rollen, Ramyeon-Suppe und viele weitere Snacks, die dich an Südkorea erinnern.

Hindutempel am Botanischen Garten
Rund zwei Kilometer sind es vom Markt in Pulau Tikus zu den Hindu-Tempeln am Botanischen Garten.
Während der Hindutempel in der Altstadt etwas enttäuschend ist, sind diese Tempel hier fantastisch. Sie sind bunt und verspielt, und die Figuren geben ihnen die nötige Dramatik.
Die Straße ist gesäumt von mehreren Hindutempeln.
Aber der größte ist der Thaneermalai Shree Balathandayuthapani Devasthanam (Waterfall Hill Temple), der zeitgleich der größte Hindutempel von Penang ist.
Vor allem seine Lage mitten im Grünen am Hang machen ihn so besonders.
Die über 500 Stufen zu erklimmen, kann bei dem tropischen Klima in Malaysia etwas schweißtreibend sein, aber der Weg lohnt sich, schon alleine für die Aussicht auf die Stadt.
Die Tempel spielen eine große Rolle während der hinduistischen Feste wie Thaipusam und am Neujahrstag. Falls du in der Zeit auf der Insel bist, solltest du auf jeden Fall vorbeischauen.

Botanischer Garten
Im Anschluss lohnt es sich den Botanischen Garten zu besuchen, der eine willkommene Abwechslung zur Stadt ist. Es ist auch der beste Ort, um Affen zu sehen.
Wahrscheinlich wirst du direkt von Affen begrüßt, von denen es unzählige im Park gibt, und die keine Scheu vor Menschen haben.
Ganz im Gegenteil, die Makaken werden versuchen dein Essen und deine Wasserflasche zu klauen. Pack deshalb jegliche Snacks, Flaschen und Plastiktüten in den Rucksack.
Jetzt kannst du durch den Park schlendern, besonders auf den Nebenwegen, wie zum Lily Pond und Secret Garden, hast du gute Chancen noch mehr Tiere zu sehen.
Und wer will, kann für ein paar Stunden durch den Dschugel laufen, da am Botanischen Garten viele Wanderwege starten.
Der Botanische Garten ist das Tor zum Dschungel.

Meine Lieblingsorte für den Sonnenuntergang
Da sich die Altstadt im Nordosten der Insel befindet, gibt es eigentlichen keinen guten Ort, um den Sonnenuntergang in George Town zu sehen.
Selbst wenn du ihn vom Dach eines Hochhauses schaust, sind trotzdem noch die Berge im Weg. Und doch gibt es einige Orte, wo abends eine schöne Stimmung ist.
Quasi überall am Wasser ist es zum Sonnenuntergang nett. Es weht eine leichte Brise und wenn es Wolken gibt, verfärben sich diese langsam.
Die Promenade am Rathaus ist besonders bei Familien beliebt und am westlichen Ende gibt es einen Foodcourt, wo du mit Blick aufs Wasser etwas trinken oder essen kannst.
Wenn du vom Foodcourt über die Steine weiter gehst, kannst du dich etwas ruhiger hinsetzen. Und dieser Spot ist sogar noch ruhiger und wird meist nur von Anglern frequentiert.
Etwas vornehmer mit den Palmen ist die Promenade am Eastern & Oriental Hotel, die du über die seitliche Zufahrt für Autos erreichst.
Da das Hotel nah bei meinem Hostel liegt, komme ich regelmäßig hier vorbei und wurde bisher noch nie verscheucht.
Früher bin ich ansonsten gerne zum Tan-Jetty zum Sonnenuntergang gegangen, weil er näher bei meiner damaligen Unterkunft lag.

Schöne Aussichtspunkte in George Town
Kostenlose Aussichtspunkte in Penang sind zum Beispiel der Hindutempel Waterfall Hill, der sich im Hang beim Botanischen Garten befindet.
Am Botanischen Garten selber starten diverse Wanderwege, besonders entlang der Strecke zum Penang Hill hast du zwischendurch immer mal wieder schöne Aussichten auf die Insel.
In George Town selber gibt es ein paar Skybars, wenn es um die schönste Aussicht geht, gewinnen diese beiden.
Zum einen die CLOUD EIGHT skybar im Einkaufszentrum 1st Avenue, von der du die Meeresstraße zum Festland überblickst.
Tipp: Seitlich vom Eingang zur Bar kannst du einen Teil des Ausblicks umsonst genießen.
Und dann ist das Three Sixty Revolving Restaurant & Rooftop Bar auf dem Bayview Hotel wegen seiner 360-Grad-Aussicht reizvoll.
Das Restaurant ist überteuert und veraltet, aber die Bar draußen mit Blick auf die Hafeneinfahrt ist nett zum Sonnenuntergang.
Und schließlich gibt es diverse Unterkünfte, von denen du eine fantastische Aussicht hast. Und dabei müssen sie noch nicht mal viel kosten.
Die Lounge in meinem günstigen Hostel zum Beispiel hat einen grandiosen Ausblick und vom Treppenhaus kann man sogar das Meer sehen.
Hier findest du noch mehr Unterkünfte mit toller Aussicht.

Wann George Town besuche?
Für seine Größe veranstaltet Penang relativ viele Feste und Events. So ist neben dem Wetter auch der Festivalkalender interessant, wenn du deine Reise nach George Town planst.
Beste Reisezeit für George Town
Eigentlich kannst du das ganze Jahr über nach George Town kommen.
Da es sich im Schatten von Sumatra befindet, fallen die Regenfälle in der Regenzeit nicht so schlimm aus. Meist beschränkt es sich auf heftige Schauern in den Abendstunden.
Dann stellst du dich am besten unter und wartest die halbe Stunde ab, viel länger dauern die Schauern meist nicht.
Die beliebteste Reisezeit für Penang ist von Dezember bis Februar, wenn das Wetter relativ trocken und beständig ist. Dann ist jedoch am meisten los.
Deshalb haben die anderen Monate durchaus ihren Reiz.
Von März bis Mai ist weniger los, aber es ist auch heißer und Regenschauern sind möglich.
Und dann ist die Regenzeit eine Option, da sie dich nur ein wenig einschränkt. Der meiste Niederschlag fällt meist im September und Oktober.
Ein weiterer Vorteil von der Regenzeit ist, dass es mehr Wolken gibt und es dadurch oft nicht so heiß ist. Jedoch ist es auch schwüler.
Ich selber war schon im Sommer, Herbst und Winter hier. Durch das Wetter habe ich mich jedoch nie eingeschränkt gefühlt.
Während der Regenzeit hat es mich abends ein paar Mal erwischt, aber in der Stadt kann man sich immer gut unterstellen. So war es nicht sonderlich schlimm.
Tipp: Hilfreich ist das Regenradar der Wetter-App Rain Viewer.
Lass uns jetzt auf den Veranstaltungskalender von George Town schauen.
Thaipusam
Den Anfang macht das hinduistische Fest Thaipusam, was besonders prachtvoll in den Batu Caves in Kuala Lumpur gefeiert wird. Es findet meist Ende Januar oder Anfang Februar statt.
Aber auch von Penang hat das Fest eine große Bedeutung. So startet jedes Jahr eine Prozession in der Altstadt und endet bei den Hindutempeln am Botanischen Garten.
Jedes Jahr zieht Thaipusam viele Besucher nach Penang.
Im Vergleich zu den Batu Caves ist der Andrang jedoch überschaubar und deshalb ist Penang ein guter Ort, um das farbenfrohe und dramatische Fest zu erleben.

Chinesisches Neujahr
Noch größer wird das Chinesische Neujahr in Malaysia und besonders in George Town gefeiert, da hier viele Menschen mit chinesischen Wurzeln leben.
Wann ist das chinesische Neujahr? Der Zeitpunkt richtet sich nach dem Mondkalender und fällt oft auf den Februar.
Schon im Voraus wird die Stadt mit Lampions geschmückt, besonders die chinesischen Tempel und Clanhäuser sind dann prachtvoll. Der Kek Lok Si Tempel verwandelt sich abends in ein Lichtermeer.
Im Armenian Park wird eine Bühne aufgebaut, wo es tagelang ein buntes Programm gibt.
Kinder führen traditionelle Tänze auf und besonders spektakulär sind die akrobatischen Löwentänze. Begleitet wird das Ganze von Musik, Umzügen und natürlich Essen.

George Town Heritage Day
Jedes Jahr wird am 7. Juli der George Town Heritage Day gefeiert, der seit der Ernennung zum UNESCO-Weltkulturerbe stattfindet.
Es ist eine Art Straßenfest mit Aufführungen, Ausstellungen, Musik, Workshops und natürlich Essen. Zudem sind einige historische Häuser geöffnet, die du sonst nicht besichtigen kannst.
Das tolle an dem Fest ist, dass es zum Mitmachen animiert. So gibt es viele Stände, wo du traditionelle Handwerkskunst beigebracht bekommst.
Ich habe dort gelernt, wie man Rosen aus Blättern dreht und wie man Lei Cha kocht, ein traditionelles altes Gericht.
Ein faszinierendes Fest, bei dem du viel lernen wirst und das deine Reise bereichert.
Buddhistisches Geisterfest
Das nächste Festival habe ich selber nicht erlebt und kann deshalb nicht aus eigener Erfahrung berichten. Es findet meistens im August statt.
Das Hungry Ghost Festival, auch Phor Thor genannt, ist ein chinesisches Fest, das von den Taoisten im August oder September gefeiert wird. Das Datum hängt vom Mondkalender ab.
Laut dem Glauben kehren für 30 Tage die Geister von Verstorbenen zurück.
Um die Geister milde zu stimmen, werden überall Altäre mit Essen aufgestellt und „Höllengeld“ (unechtes Papiergeld) verbrannt.
Begleitet wird das einen Monat dauernde Fest mit Theateraufführungen und Zeremonien, die du an mehreren Orten in der Altstadt hauptsächlich bei den Tempeln erleben kannst.

Chingay Parade
Ursprünglich war es eine buddhistische, chinesische Prozession, um den Göttern zu danken. Heutzutage ist es eher eine bunte Parade, die jedes Jahr im Dezember stattfindet.
Im Umzug gehen viele verschiedene Gruppen mit. Eine wichtige Tradition sind die Fahnenträger mit ihren überdimensionierten Fahnen, die auf dem Kopf balanciert werden.
Dann gibt Blaskapellen, bunt geschmückte Wagen und Gruppen mit Löwentänzern, aber genauso waren diese Jahr auch Fahrradrikschas und Einräder dabei.
Während der Ursprung des Festes chinesisch ist, hat es sich mittlerweile zu einem multikulturellen Umzug gewandelt, der von der breiten Bevölkerung begleitet wird.
Nützliches für Penang
Das waren alle meine Tipps für George Town. Was du sonst noch in Penang unternehmen kannst, habe ich in einem separaten Artikel zusammengefasst.
Meine Malaysia Reiseguides: Schönsten Orte | Reiseroute | Borneo | Kuala Lumpur | Ausflüge von KL | Melaka | Ipoh
Wo übernachten? Meine Hostels | Kuala Lumpur | Langkawi
Reisetipps: Packliste | Essensguide
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