Thailand oder Vietnam: Vergleich der Backpacking Reiseziele

Thailand und Vietnam sind beide beliebte Reiseziele vor allem bei jungen Backpackern.

Beim Thema Badeurlaub und Tauchen zieht Thailand klar mehr Leute an und hat mehr zu bieten.

Vietnam kann hingegen mit seiner Vielseitigkeit punkten, was attraktiv für eine Rundreise ist. Vielerorts fühlt es sich abenteuerlicher und unverbrauchter an als Thailand.

Das macht die Entscheidung, wohin du reisen willst nicht einfach.

Nachdem ich viele Monate in Thailand und Vietnam verbracht habe und sie von Norden nach Süden bereist habe. Verrate ich dir, was dich in den beiden Ländern erwartet und vergleiche sie miteinander.

Finde heraus, was das beste Reiseziel für dich ist.

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Thailand oder Vietnam: Menschen & Atmosphäre

Das „Land des Lächelns“ trägt seinen Namen nicht ohne Grund: Die Gastfreundschaft der Thais ist legendär.

Im Zug lerne ich Eang kennen, die in Bangkok lebt und einen Tagesausflug nach Kanchanaburi unternimmt. Sie besteht darauf, ihre Snacks mit mir zu teilen, ist ständig am Kichern und als wir uns nachmittags verabschieden, sind wir Freunde.

Diese Offenheit, das Lachen und die Neugierde sind typisch für die Thais. Auf der anderen Seite strahlt das Land eine enorme Gelassenheit aus – eine Ruhe, deren Ursprung wohl im Buddhismus liegt, der tief in der Gesellschaft verwurzelt ist.

Auf der anderen Seite ist der Tourismus eine wohl geölte Maschine, was das Reisen einfach und mühelos macht. Selbst unerfahrene Backpacker können problemlos durch Thailand reisen und treffen überall auf Gleichgesinnte.

Das macht Thailand zu einer sicheren Wahl bei der Reiseplanung, da du weißt, what dich erwartet: gutes Wetter, leckeres Essen, schöne Strände und eine exotische Kultur.

In Vietnam hingegen herrscht Aufbruchstimmung. Kein anderes Land in der Region scheint sich so schnell zu wandeln.

Im Moment bin ich für zwei Monate in Da Nang und ich kann wortwörtlich zusehen, wie schnell neue Häuser in die Höhe schießen. Das Tempo und die Dynamik im Alltag sind elektrisierend.

Eine vielbefahrene Straße in Vietnam zu überqueren, ist eine kleine Mutprobe und ein Erlebnis für sich, das sinnbildlich für eine Reise durch das Land steht.

Genauso wie mit den Locals auf kleinen Hockern zu sitzen und an einem starken Kaffee zu nippen, während du das Chaos auf den Straßen beobachtest.

Diese „Hustle-Culture“ und die Energie der Vietnamesen ist ansteckend und macht den Trip unglaublich aufregend. Nach deiner Reise durch Vietnam kann es jedoch gut sein, dass du urlaubsreif bist.

Mein Fazit: Thailand ist eine Wohlfühl-Destination – es ist exotisch und doch vertraut. Vietnam ist ein energiegeladenes und hektisches Reiseziel, was Abenteuer bietet.

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Thailand oder Vietnam: Schönste Strände

In einem Punkt hat Thailand ganz klar die Nase vorn: bei den Stränden. Hier findest du Postkartenmotive mit feinem, weißem Sand und kristallklarem Wasser, das in allen Türkistönen schimmert.

Die Schattenseite: Einige Orte sind beste Beispiele für Overtourism. Die Maya Bay auf Koh Phi Phi oder der Railay Beach bei Krabi sind zwar traumhaft, aber völlig überlaufen.

Um der Natur eine Atempause zu gönnen, werden die Similan-Inseln und Koh Phi Phi während der Regenzeit zeitweise für Besucher gesperrt.

Wer es ruhiger mag, sollte eher in Richtung der kambodschanischen Grenze (Koh Chang, Koh Kood) oder auf kleinere Inseln an die südliche Westküste (Koh Lanta, Koh Mook) reisen.

Mein Tipp: Besuche die beliebten Strände in der Nebensaison. Selbst in der Regenzeit lässt sich die Sonne oft blicken und das Wasser bleibt das ganze Jahr über herrlich warm.

Das kann man von Vietnam nicht unbedingt behaupten.

Im Norden wird es im Winter richtig kühl, und während der Monsunzeit ist das Meer rau. Zudem können Taifune auf die Küste treffen, die heftigen Regen und Überschwemmungen mit sich bringen.

Die Badesaison in Vietnam ist daher regional unterschiedlich und insgesamt deutlich kürzer als in Thailand.

Die Strände am vietnamesischen Festland sind zwar schön, aber im direkten Vergleich fehlt ihnen oft das „gewisse Etwas“ zum absoluten Traumstrand.

Massentourismus: Badeorte werden in einem rasanten Tempo „hochgezogen“. Ein trauriges Beispiel hierfür ist Nha Trang, was früher ein beschaulicher Küstenort war und heute eine anonyme Hochhaus-Skyline ist.

Das Gleiche passiert gerade in Da Nang, aber noch hat es seinen entspannten Vibe nicht verloren.

Ich liebe meine abendlichen Strandspaziergänge in Da Nang: Schon nach wenigen Schritten lasse ich den Trubel hinter mir und begegne nur noch wenigen Leuten. Diese Abgeschiedenheit und Weite ist herrlich.

Wer in Vietnam wirklich spektakuläre Buchten sucht, muss jedoch auf Inseln wie Phu Quoc, Nam Du oder Con Dao ausweichen.

Mein Fazit: Thailand spielt bei den Stränden in einer anderen Liga und ist das ganze Jahr über eine Destination für einen Badeurlaub. Die Strände in Vietnam sind keinesfalls schlecht und ein paar entspannte Tage am Meer lockern jede Reise auf. Trotzdem verblassen sie im Vergleich zu Thailand und die Badesaison ist teilweise zeitlich beschränkt.

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Thailand oder Vietnam: Natur & Tiere

Beide Länder sind landschaftlich unglaublich abwechslungsreich: von tropischem Flachland und Dschungel über die charakteristischen Karstfelsen bis hin zu gebirgigen Höhenlagen.

Doch durch die klimatische Vielfalt ist Vietnam einen Tick vielseitiger. Die spektakulären Reisterrassen im Norden suchst du in Thailand in dieser Form vergeblich.

Auch die Berge sind in Vietnam imposanter: Der Fansipan bei Sapa knackt die 3.000-Meter-Marke, während die Gipfel in Nordthailand bei etwa 2.500 Metern enden.

Für mich ist der Norden von Vietnam die landschaftlich schönere Ecke.

Das gebirgige Terrain, die Karstfelsen, Wasserfälle und Reisterrassen sind einzigartig. Gerade für abenteuerlustige Backpacker ist die Region perfekt, um sie mit dem Motorrad zu erkunden und unbekannte Ecken kennenzulernen.

Aber Achtung: Im Norden kommt es auf das richtige Timing an, um die Reisterrassen grün zu erleben und schlechtes Wetter zu vermeiden.

Ansonsten sind es die spektakulären Felsen der Halong Bucht und Ninh Binh, sowie die Höhlen von Phong Nha, die mich in Vietnam besonders beeindruckt haben.

In Thailand wiederum waren es vor allem die Karstfelsen rund um Krabi, im Khao Sok und Khao Sam Roi Yot Nationalpark, die zum meinen Highlights zählen. Andere schwärmen vom grünen Norden mit den Bergen und natürlich den Inseln.

In der Tierwelt wendet sich jedoch das Blatt: Hier habe ich in Thailand deutlich mehr gesehen. Vor allem Affen und Vögel sind im Alltag präsenter. Ein Highlight sind die wildlebenden Elefanten in Thailand – eine besonders gute Chance, welche zu sehen, hast du im Kui Buri Nationalpark.

Skeptisch hingegen musst du bei Elefantencamps (Rescuecamps)sein. Seit Elefantenreiten nicht mehr gefragt ist, haben viele Anbieter sich umgestellt, doch oft steht das Tierwohl weiterhin hinter dem Profit.

Recherchiere deshalb gründlich, bevor du ein Camp besuchst. Ein Warnzeichen sind Babyelefanten, die Touristen anlocken, ein Zuchtprogramm ohne ein Auswilderungsprogramm ist keine Tierrettung.

Überzeugen kann Thailand mit seiner Unterwasserwelt. Das Tauchen und Schnorcheln rund um Koh Tao oder in der Andamanensee ist fantastisch.

Im Vergleich habe ich in Vietnam deutlich weniger Tiere gesehen, sowohl an Land als auch im Wasser. Abgesehen von ein paar Makaken in der Halong-Bucht begegnen einem eher Nutztiere wie Enten, Hühner oder Wasserbüffel.

Eine faszinierende Ausnahme war in Da Nang: Durch die Strömungen und Winde wurden zum Ende der Regenzeit exotische Meeresbewohner wie Blaue Knopfquallen, Veilchenschnecken und Entenmuscheln an den Strand angespült – ein wahres Naturschauspiel.

Zusammenfassung: Die Landschaften und Natur sind in beiden Ländern malerisch, in Vietnam sind sie jedoch abwechslungsreicher und teils weniger überlaufen. Thailand kann hingegen bei den Tieren punkten: Elefanten, Affen und Unterwasserwelt.

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Thailand oder Vietnam: Aktivitäten

Die Bandbreite an Aktivitäten in Thailand ist gewaltig und perfekt auf Backpacker zugeschnitten:

  • Tauchen: Koh Tao gilt weltweit als einer der besten und günstigsten Orte, um den Tauchschein (Open Water Diver) zu machen.
  • Muay Thai (Thai Boxing): Viele Backpacker verbringen Wochen in einem lokalen Gym. Es ist das perfekte „Reset“-Programm, wenn man auf Weltreise ist und in Thailand vielleicht ein bisschen zu viel gefeiert hat.
  • Yoga & Meditation: Vor allem Koh Phangan und Chiang Mai haben sich zu spirituellen Zentren entwickelt, die neben Einzelkursen auch mehrwöchige Retreats anbieten.
  • Outdoor-Action: Ob Klettern in den Kalksteinwänden von Krabi oder Wandern in den Nationalparks– die Natur ist in Thailand stets zum Greifen nah.
  • Rollerfahren: Ob auf den Inseln oder der berühmte Mae Hong Son Loop im Norden – das Freiheitsgefühl auf zwei Rädern gehört einfach zu jedem Thailand-Trip dazu.

In Vietnam hingegen ruft das Abenteuer:

  • Ha Giang Loop: Diese Motorradtour im Norden zählt zu den absoluten „Must-Dos“ unter Backpackern. Die Landschaften sind spektakulär und die Route herausfordernd. Wer nicht selbst fahren will: Hinten auf dem Bike eines EasyRiders kann jeder die Aussicht genießen.
  • Off-the-beaten-path: Wenn du einen Motorradführerschein hast, ist der Norden Vietnams ein Paradies, da viele Ecken landschaftlich wunderschön und touristisch noch kaum erschlossen sind.
  • Trekking: In Nordvietnam kannst du durch die Reisterrassen wandern und in Homestays bei indigenen Völkern übernachten.
  • Höhlen: Noch spektakulärer sind die Touren bei Phong Nha – bei einigen Expeditionen zeltest du sogar mitten in gigantischen Höhlensystemen.
  • Outdoor-Action: Rund um Dalat werden von Mountainbike-Touren bis hin zu Canyoning angeboten.
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Thailand oder Vietnam: Städte

Auf Reisen durch Thailand und Vietnam liegt der Fokus meistens auf der Natur – viele Städte sind laut, chaotisch und unattraktiv für Reisende. Doch es gibt Ausnahmen, die du nicht verpassen darfst.

In Thailand sind vor allem Bangkok und Chiang Mai interessant, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Bangkok ist das moderne, pulsierende Herz des Landes. Hier warten prachtvolle Tempel, der Königspalast, schicke Shopping-Viertel, hippe Cafés und ein legendäres Nachtleben.

Im krassen Gegensatz dazu wirkt Chiang Mai fast schon provinziell. Die historische Altstadt ist eine ruhige Oase, in der man wunderbar eine Khao Soi Suppe schlürfen und sich mit einer Massage verwöhnen kann.

In Vietnam sind es vor allem Hanoi, Hoi An, Hue und Ho Chi Minh City, die einen Besuch wert sind.

Das Chaos in den Gassen von Hanoi und die alten Häuser verleihen der Stadt einen einzigartigen, lebendigen Vibe. Morgens auf dem Bürgersteig einen Pho zu essen, in einem der Cafés abzuhängen und dabei das Treiben auf den Straßen beobachten, das ist das Hanoi-Erlebnis.

Noch tiefer in die Geschichte eintauchen kannst du in Zentralvietnam, besonders in der alten Kaiserstadt Hue mit ihrem beeindruckenden Kaiserpalast, Gräbern und Pagoden.

Doch der absolute Liebling unter Backpackern bleibt Hoi An. Ja, die Stadt ist überlaufen, aber der Charme der beleuchteten Altstadt ist ungebrochen. Das romantische Bild wird durch die umliegenden Reisfelder vervollständigt, durch die du mit dem Fahrrad radeln kannst.

Und ein aufgehender Stern ist Da Nang: Lange Zeit ein offenes Geheimnis unter Backpackern, haben digitale Nomaden und Badeurlauber die Stadt längst für sich entdeckt.

Besonders das Viertel am Strand ist herrlich entspannt und bietet alles, was man braucht. Das macht Da Nang zum perfekten Ort für eine Pause – denn seien wir ehrlich: Das Reisen durch Vietnam kann verdammt anstrengend sein.

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Thailand oder Vietnam: Wer hat das bessere Essen?

Das ist keine leichte Frage, und die Antwort wird bei jedem Reisenden anders ausfallen. Eines ist jedoch gewiss: Beide Länder haben fantastisches Essen, es ist nur anders.

Charakteristisch für Thailand sind die scharfen Currys, der knackige Papayasalat und das vertraute Pad Thai. Nicht zu vergessen ist natürlich das süchtig machende Mango Sticky Rice und der süße Thai-Milktea.

Die thailändische Küche ist ein wahres Erlebnis für die Sinne und schafft es meisterhaft die Schärfe mit frischen Limetten und einer angenehmen Süße auszugleichen.

In Vietnam hingegen dreht sich alles um Frische und Textur.

Da ist das ausgeklügelte Banh Mi (belegtes Baguette), sowie die unzähligen Nudelgerichte und Suppen, die durch viele frische Kräuter den richtigen Biss bekommen.

Eine Besonderheit ist die vietnamesische Kaffeekultur: Der Kaffee ist stark und aromatisch. Viele Kreationen erinnern eher an ein Dessert, wie der cremige Ca Phe Muoi (Salz-Kaffee).

Überhaupt in den Cafés zu sitzen und das Leben zu beobachten, ist ein essenzieller Teil des Vietnam-Erlebnisses.

Als Vegetarier fand ich es in Thailand einen Tick einfacher, etwas Passendes zu finden.

In beiden Ländern ist es jedoch oft ratsam, gezielt nach vegetarischen Restaurants zu suchen, um auf der sicheren Seite zu sein. Denn in beiden Küchen wird standardmäßig mit Fischsoße gewürzt, und die vietnamesischen Suppen basieren fast immer auf tierischen Produkten.

Ich habe für mich persönlich entschieden, es auf Reisen nicht ganz so streng zu nehmen – um auch spontan an Street-Food-Ständen zu essen. Was eine gute Entscheidung war!

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Thailand oder Vietnam: Wer hat das bessere Wetter?

  • Beste Reisezeit Thailand: November bis März
  • Beste Reisezeit Vietnam (gesamt): März bis Mai, November

Eine Reise nach Thailand ist theoretisch das ganze Jahr über möglich, da es immer tropisch warm bleibt.

Zwar fallen die Regenfälle in der Regenzeit regional kräftiger aus und es können Stürme durchziehen, doch wer flexibel ist, profitiert von der Nebensaison: weniger Touristen und deutlich niedrigere Preise.

Wer eine Schönwetter-Garantie für den Badeurlaub sucht, ist zwischen November und März auf der sicheren Seite. Eine Ausnahme bildet der Südosten (Koh Samui & Co.), wo der meiste Regen oft erst im Dezember und Januar fällt.

Warnen muss ich dich vor der „Burning Season„: Ab Februar beginnt im Norden Thailands die Zeit, in der Reisfelder für die neue Aussaat abgebrannt werden. Die daraus resultierende massive Luftverschmutzung kann einem den Urlaub im Norden (Chiang Mai) und teilweise sogar in Bangkok ordentlich vermiesen.

In Vietnam ist die Reiseplanung deutlich komplizierter, da sich das Land über mehrere Klimazonen erstreckt. Wenn du das Land von Nord nach Süd bereisen willst, musst du fast immer Kompromisse eingehen.

Zudem wird Vietnam häufiger von heftigen Taifunen getroffen, die starke Regenfälle und Überschwemmungen mit sich bringen. Besonders im Herbst 2025 wurde Zentralvietnam mehrfach hart getroffen – wer zu dieser Jahreszeit unterwegs ist, muss seine Reisepläne oft spontan der aktuellen Situation anpassen.

Ein weiterer Faktor ist der Winter im Norden: Zwischen Dezember und Februar fallen die Temperaturen und Nebel ziehen oft durch. In den Bergen kann es sogar schneien. Da die Häuser dort kaum isoliert sind, wird es oben ungemütlich kalt.

Während der Süden tropisch heiß bleibt, ist der Norden deshalb im Winter nicht zu empfehlen.

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Thailand oder Vietnam: Reiseplanung

Aktuell findest du meist günstigere Flüge von Deutschland nach Bangkok als nach Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt, auch wenn sich die Preise in den letzten Jahren immer mehr angenähert haben.

Bei den Einreiseregeln sind beide Länder 2026 entspannt.

Thailand: Deutsche Staatsangehörige dürfen aktuell für 60 Tage visumfrei bleiben und vor Ort um weitere 30 Tage verlängern.

Vietnam: Hier sind 45 Tage visumfrei möglich. Wer länger bleiben möchte, kann unkompliziert ein E-Visum für bis zu 90 Tage online beantragen.

Eine Herausforderung bei der Planung sind die enormen Distanzen innerhalb des Landes.

Auf meinem ersten Trip durch Vietnam bin ich innerhalb von 30 Tagen von Hanoi bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt gereist. Ich habe die weiten Strecken fast alle mit dem Nachtbus bewältigt, was am Ende jedoch sehr anstrengend war.

Man sollte das nicht unterschätzen: Zwar gibt es in Vietnam moderne Sleeper-Busse mit Liegesitzen und Nachtzüge mit Schlafabteilen, doch eine Nacht im Bus ist niemals so erholsam wie in einem echten Bett. Und auf Dauer merkt man das.

Thailand ist ebenfalls ein langgestrecktes Land, aber es konzentriert sich stark auf drei Zentren: Bangkok, Chiang Mai und die Inseln im Süden.

Günstige Transportmittel dazwischen sind Nachtzüge und Busse, aber viel öfter weichen Backpacker bei langen Strecken auf Billigairlines aus.

Meine Erfahrung: Das Reisen in Thailand fühlt sich stressfreier und besser organisiert an. In Vietnam scheinen die Wege weiter zu sein, was mehr Kraft und Zeit kostet. Insgesamt musst du mehr Voraus planen in Vietnam, besonders wegen dem Wetter.

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Thailand oder Vietnam: Welches Reiseland ist günstiger?

Thailand Tagesbudget: 20 bis 45 Euro
Vietnam Tagesbudget: 15 bis 25 Euro pro Tag

Das Preisniveau in Thailand fluktuiert viel stärker als in Vietnam. Es ist extrem abhängig von der Region und der Reisezeit.

Vor allem im Süden und auf den Inseln kostet alles mehr – in der Nebensaison zahlst du dort jedoch oft nur die Hälfte der Hochsaison-Preise. Der Norden hingegen ist deutlich günstiger.

Unterschätze auch nicht die Kosten für Fährfahrten, Bootsausflüge, Massagen und das Nachtleben – diese „Versuchungen“ belasten die Reisekasse in Thailand schneller, als man denkt.

In Vietnam ist es insgesamt einfacher, mit einem schmalen Budget auszukommen. Unterkünfte, Street Food und Touren sind oft 10 bis 20 % günstiger als in Thailand.

Eine Kostenfalle sind in touristischen Ecken die westlichen Restaurants. Dort zahlst du für Tacos oder Burger 10 Euro, statt 1 Euro für die Nudelsuppe beim Straßenhändler.

Mein Fazit: In beiden Ländern kannst du dir für wenig Geld etwas Luxus leisten – internationales Essen, tägliche Massagen und Grab-Fahrten. Aber du kannst eben auch extrem günstig reisen, wenn du dich an das lokale Angebot hältst. In Vietnam reicht dein Budget am Ende ein paar Tage länger.

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Thailand oder Vietnam: Was ist besser für Backpacker?

Lange galt Thailand als das beste Backpacking-Land in Südostasien schlechthin, was besonders bei jungen Backpackern in ihren 20er-Jahren beliebt ist. Aber Vietnam holt auf.

Im Moment bleibt Thailand das bessere Land für die erste Backpacking Reise, weil es unkompliziert und einfach zu bereisen ist. Vietnam hingegen ist besonders für Budget Backpacker attraktiv, weil es den Ticken günstiger ist als Thailand.

Was sie gemeinsam haben, dass sie beide gerade junge Backpacker anziehen und es eine klassische Reiseroute gibt, auf der du überall auf Gleichgesinnte triffst. Dort findest du Hostels und Partys, kannst einfach die Touren und die Weiterreise organisieren.

Beide gelten als sichere Reiseziele, die größte Gefahr sind wohl Unfälle und nervig sind die Scams.

Wer ein Abenteuer sucht, findet es in Vietnam leichter und das Land fühlt sich nicht so verbraucht an wie Thailand.

Bei diesem Vergleich gibt es keinen klaren Gewinner, sondern hängt von deinen Interessen ab, welches Land dich eher anspricht.

In Thailand sind einige Backpacker enttäuscht wie touristisch und überlaufen das Land ist, in Vietnam hingegen sind andere genervt von der Hustle-Kultur.

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Thailand oder Vietnam: Wo sind mehr Digitale Nomaden?

Thailand: Chiang Mai, Bangkok, Koh Phangan
Vietnam: Da Nang, Hoi An, Ho Chi Minh City, Hanoi

In Thailand gibt es etablierte Hubs für Digitale Nomaden, wo es einfach ist sich temporär dort einzurichten. So ist alles relativ schnell geregelt und du kannst für ein paar Wochen oder Monate bleiben.

Beliebte Ort für Digitale Nomaden sind Chiang Mai, Bangkok und Koh Phangan, die ganz verschiedene Vorzüge haben und andere Leute anziehen. Die Communities vor Ort sind meist aktiv, weil viele über Jahre hierhin kommen und es zentrale Anlaufstellen für Digitale Nomaden in Asien sind.

Während es früher entspannt war zwischendurch einen Visa-Run zu machen, um den Aufenthalt zu verlängern, wird das heutzutage nicht mehr gerne gesehen.

Im Vergleich hierzu ist die Digitale Nomaden Szene in Vietnam nicht so stark etabliert und vernetzt. Gerade in den großen Städten sind sie mehr verstreut und durchmischt mit anderen Expats, vor allem Englischlehrern.

Eine der Vorteile sind hingegen die Kosten, so bekommst du mehr für dein Geld in Vietnam geboten und kannst hier günstiger leben.

Besonders Da Nang habe ich als attraktiven Wohnort erlebt, der immer mehr Digitale Nomaden anzieht.

Viele leben in einem Viertel am Meer, wo es ein hohe räumliche Nähe und aktive Gruppen gibt. Auch das Angebot an Apartments, Coworking, Cafés, Gym, Paddle Board & Co. ist gut.

Mein Fazit: Thailand oder Vietnam

Ich muss nicht lange überlegen, ich mag Vietnam lieber. Mir ist Thailand in vielen Bereichen einfach zu kommerziell und überlaufen.

Das Problem hat Vietnam in Teilen ebenfalls, aka Halong Bucht oder Hoi An, und doch kannst du hier viel besser auf Alternativen ausweichen, die sich mehr real anfühlen.

Wenn ich mich mit anderen Backpackern unterhalte, ist Thailand gerade bei jungen, unerfahrenen Reisenden beliebt. Durch die gute Infrastruktur ist es hier besonders einfach, erste Erfahrungen zu machen, und zeitgleich eine gute Zeit zu haben.

Backpacker in ihren 30ern sind teilweise genervt, nur von 20-jährigen umgeben zu sein, die nur feiern im Kopf haben. Die gibt es in Vietnam ebenfalls, aber du kannst ihnen besser aus dem Weg gehen.

In Thailand habe ich das Gefühl, dass schon jede Ecke erschlossen ist. In Vietnam gibt es hingegen noch viel unentdecktes Potential und Abenteuer. So mag es in Vietnam einfacher sein, seine Reise individueller nach dem eigenen Geschmack zu gestalten.

Und dann kommt es natürlich auf deine Interessen an. Wenn du zum Beispiel Tauchen oder Badeurlaub machen willst, ist Thailand besser. Ein weiterer Faktor ist, wann du reisen willst, das schränkt dich ebenfalls ein.

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claudia
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Als Digitale Nomadin reise ich nonstop um die Welt und liebe es!