Nordspanien Roadtrip: Schöne Orte, Route & Reisetipps

Letzten Sommer bin ich mit meinem Campervan mehrere Monate durch Nordspanien gereist und war begeistert.

Vor allem die Küste ist der Hammer, sie ist wild, ursprünglich und grün. So Landschaften hätte ich niemals in Spanien vermutet, sie haben mich eher an Irland oder die Bretagne erinnert.

Und das beste an Nordspanien ist, dass es relativ unbekannt und nicht überlaufen wie das Mittelmeer ist. Das macht Nordspanien perfekt für einen Roadtrip.

In diesem Artikel verrate ich dir meine Highlights von Nordspanien, außerdem habe ich Routenvorschläge und Reisetipps für dich.

Inhaltsverzeichnis

Empfehlung: Der Nordspanien Reiseführer* vom Michael Müller Verlag bietet viel Hintergrundwissen, Inspirationen und Tipps.

Was dich in Nordspanien erwartet

Mein Roadtrip durch Nordspanien beginnt in Galicien, da ich vorab durch Nordportugal gereist bin und ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Das soll Spanien sein!

Ich bin völlig geflasht von der wilden, felsigen Küste, wo der raue Atlantik auf schroff abfallende Felsen trifft und der Wind einem um die Ohren pfeift. Folgst du den Meeresarmen (span. Rías), die tief ins Land vordringen, findest du geschützte Buchten mit weißen Sandstränden, die zum Baden einladen.

Das war ein fulminanter Start in meinen Nordspanien-Roadtrip, aber erst der Beginn, denn die Highlights und Überraschungen hörten danach nicht auf.

Nordspanien hat mich wirklich überrascht: diese wilde Küste, die Berge in zweiter Reihe zum Wandern, die große Verbundheit zur Natur, vor allem zum Meer, und die ganz eigene Kultur mit Duddelsäcken & Co.

Spanien ist nicht gleich Spanien, und der Norden ist perfekt für einen Roadtrip, Naturfreunde und Wanderer.

Die „Grüne Küste“ wie die Region im Spanischen genannt wird, hat auch ein anderes Klima. Es regnet viel mehr als im Rest des Landes, weshalb es so schön grün ist, und die Sommer sind angenehm warm und nicht zu heiß. Bestes Roadtrip-Wetter also!

Nordspanien Roadtrip Highlights

Hier ist ein kleiner Vorgeschmack, was Nordspanien alles zu bieten hat.

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Picos de Europa

Im Herzen von Nordspanien nicht weit vom Meer liegt eine alpine Berglandschaft. Der Picos de Europa Nationalpark ist ein kleines grünes Naturparadies mit hoch aufragenden schroffen 2.000 Meter hohen Berggipfeln.

Ein Outdoor-Spielplatz zum Wandern, Mountainbiken und Klettern.

Zu den Highlights zählt die Tageswanderung „Ruta del Cares“, die Fuente Dé Seilbahn hoch in die Berge, das Bergdorf Pontes und der Covadonga Seen. Plane ein paar Tage für die Berge ein, es lohnt sich.


Schau in meinen Picos de Europa Reiseguide rein, dort findest du noch mehr Ideen und Wandertipps.

Ich bin nun schon zwei Sommer dort wandern gewesen und es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. Diese alpine Bergwelt ist wahrlich beeindruckend und die Wege nicht überlaufen, noch dazu bist du innerhalb von 1 bis 2 Stunden am Meer.

So musst du dich nicht zwischen Bergen und Meer entscheiden, sondern kannst beide Welten in einem Urlaub genießen.

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Praia das Catedrais

Bilder sagen mehr als Worte – was für ein atemberaubender Strand!

Das Meer hat an der Küste von Galicien wirklich ein Meisterwerk geschaffen und langsam den Fels ausgehöhlt. So sind filigrane Torbögen, Tunnel, Spalten und Höhlen entstanden.

Bei niedrigem Wasserstand kannst du dieses Labyrinth aus Felsen erkunden.

Durch einen schmalen Felsspalt laufe ich im Dämmerlicht in den Fels hinein, am Ende kann ich einen Lichtschein sehen. Plötzlich trete ich in eine riesige Halle, dessen Dach eingestürzt ist. Jetzt verstehe ich, woher der „Strand der Kathedrale“ seinen Namen hat.

Einfach nur wow!

Tipp: Komm am besten früh morgens, wenn weniger los ist. Aber behalte die Gezeiten im Auge, da der Strand bei Flut nicht begehbar ist. Im Sommer und zu Ostern musst du dir vorab online ein kostenloses Zeitticket holen.

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Cabeza de Castildetierra, Las Bardenas Reales

Las Bardenas Reales

Vom Meer geht es in die Wüste. Während die Küste von Nordspanien sehr grün ist, ist der Süden von Navarra trocken und dürr.

Im Hinterland von Navarra befindet sich die Halbwüste Las Bardenas Reales, die einem Westernfilm entsprungen sein könnte. Eine weite Ebene mit Tafelbergen und von Wind und Wetter geformten Felsen. Das markante Aushängeschild des Parks ist der Cabeza de Castildetierra.

Als ich mit dem Auto zwischen diesen Felsskulpturen hindurchfahre und der Winde meine Staubwolke hinweg fegt, habe ich das Gefühl irgendwo durch den Südwesten der USA zu fahren, und nicht durch Spanien. Immer wieder halte ich an, um etwas umher zu laufen und Fotos zu machen.

Das ist ein lohnenswerter Ausflug ins Inland, der jeden Roadtrip durch Nordspanien bereichert und ein schöner Kontrast zur grünen Küste ist.

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Kap Fisterra

Viele Pilger auf dem Jakobsweg beenden ihre Reise nicht in Santiago de Compostela, sondern am Kap Fisterra. Und als ich dort ankomme, verstehe ich warum.

Ich lasse mein Auto in Fisterras stehen und folge der Schar an Pilgern, die sich auf den letzten Kilometern ihrer Pilgerreise befinden. Es wird nicht viel geredet, sie sind in ihren Gedanken verloren. Und als sie schließlich das Meer sehen, kullern ein paar Tränen und ich sehe überall strahlende Gesichter.

Die Landzunge schwebt hoch über dem azurblauen Meer und scheint sich unendlich bis zum Horizont auszudehnen. Was für ein Ende, für solch eine Reise. So sitzen viele vereinzelt auf den Steinen und können es noch gar nicht fassen, dass sie es geschafft haben.

Das Kap Fisterra ist ein magischer Ort und an die Felsen schließen sich grüne Wälder und einsame Buchten an. So ist es nicht nur für Pilger ein Highlight, sondern für jeden.

Bleib eine Nacht, um die Gegend zu erkunden. In der Pension Lopez* hast du einen fantastischen Meeresblick, günstiger für Alleinreisende ist die Albergue Por Fin*.

Tipp: Der Küstenweg vom Kap Fisterra nach Muxía ist spektakulär. Ich bin den ersten Teil gelaufen und war überwältigt von der Natur. Es geht über schmale Pfade direkt entlang der Küste, hoch und runter, immer mit Blick aufs Meer. Für den Rückweg kannst du einen schnelleren Weg durch den Wald nehmen.

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Bilbao

Keine Stadt in Nordspanien ist so bekannt wie Bilbao. Und das alles nur wegen eines Museums, dem Guggenheim Museum von Bilbao.

Ein Haus, das selber eine Skulptur ist und Menschen aus der ganzen Welt anlockt. Schon alleine für die permanente Kunstinstallation von Richard Serra lohnt sich ein Besuch von Bilbao.

Das Museum hat Bilbao wach geküsst, so ist die Atmosphäre in der Stadt offen und dynamisch.

Keine andere Stadt in Nordspanien ist mit ihr vergleichbar, so modern und international, und doch hat Bilbao auch eine traditionelle Seite. In der Altstadt stehen die typischen bunten baskischen Häuser und Tapas-Bars (die hier Pintxos genannt werden).

Bilbao ist eine interessante Stadt mit vielen Facetten. Sie steht schon lange auf meiner Bucket-List, seitdem ich Architektur studiert habe, und sie hat nicht enttäuscht.


Übernachte nicht in der Altstadt, sondern in Abando, das sind die besten Unterkünfte von Hostel bis Hotel.

baskenland nordspanien navarra pamplona-altstadt bunte häuser mit blumen

Pamplona

Außerhalb von Spanien ist Pamplona wegen seines Stierlaufes berühmt. Jeder kennt die Bilder von jungen Männern, die ganz in weiß gekleidet mit den Stieren durch die Altstadtgassen rennen.

Die restliche Zeit des Jahres befindet sich Pamplona in einem Dornröschenschlaf. Selbst im Sommer besuchen nur wenige Touristen die Hauptstadt von Navarra. Dabei ist die Altstadt sogar noch schöner, als die von Bilbao.

Ein Besuch von Pamplona ist ein Muss auf jedem Roadtrip durch Navarra.

Übernachte im modernen Hotel Ciudadela Pamplona* oder im preisgünstigen Hostel Albergue de Pamplona-Iruñako*.

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Playa de Campiecho

Dieser Strand ist ein Geheimtipp für Fotografen. Er befindet sich an der Küste von Asturien. Ich habe ihn zuerst auf Instagram gesehen und ihn dann schließlich in Google Maps gefunden. So war ich komplett allein hier.

Bei Ebbe kannst du über die Steine rüber zu einer versteckten Höhle klettern. Von dort hast du den besten Blick auf den markanten Torbogen, den das Meer geformt hat.

Tipp: Das beste Licht zum Fotografieren hast du nachmittags.

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Cabo Home

Die Küste von Galicien ist stark zerklüftet und hat viele Landzungen, die ins raue Meer hinaus ragen. Eines dieser einsamen Kaps ist das Cabo Home, was sich an der Westküste von Galicien befindet.

Hoch über dem Meer ragt es empor und bietet fantastische Aussichten auf die Küste und die nahegelegenen Cies Inseln. Zu Fuß kannst du das Kap mit seinen beiden Leuchttürmen erkunden. Nicht verpassen darfst du die südlich gelegenen Strände, die auch in der Karibik liegen könnten.

Galicien hat so viele versteckte Ecken zu bieten, du musst dich nur auf die Suche machen. Das Cabo Home sah interessant auf der Karte, so bin ich hingefahren und wurde nicht enttäuscht.

Kein Wunder, dass ich mehrere Wochen am Ende in Galicien verbracht habe. Es ist eine der schönsten Ecken von Nordspanien.

galicien arousa-insel strand mit granitfelsen nordspanien

Arousa Insel

Diese kleine Insel liegt geschützt in einer tiefen Meeresbucht (span. Ría) und ist über eine Brücke mit dem galicischen Festland verbunden.

Ein kleines ruhiges Paradies, das zur Hälfte ein Naturpark ist.

Die Küste und Strände sind gesäumt von riesigen Granitfelsen, die mich an die Normandie erinnert haben. Die schönsten Ecken findest du im Süden und Norden von Arousa.

Perfekt für kurze Spaziergänge und ein erfrischendes Bad. Während die Küste oftmals zu rau zum Schwimmen ist, bist du hier geschützt und selbst Kinder können im flachen Wasser planschen.

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Cabo Vidio

Nicht nur Galicien hat einsame und wunderschöne Landzungen zu bieten, sondern auch Asturien.

Und einer meiner Lieblingsorte dort ist das Cabo Vidio, wo die Felsen bis zu 80 Meter in die Tiefe abfallen. Stundenlang könnte ich die Wellen beobachten und den Seevögeln zusehen, wie sie im Wind tanzen.

Tipp: Folge dem Fußweg vom Leuchtturm Richtung Süden, wo du an unzähligen schönen Aussichtspunkten vorbeikommst. So auch an einer Sitzbank, die dramatisch am Abgrund steht, wo du deine Beine gefährlich baumeln lassen kannst. Das ist nichts für schwache Nerven und Höhenangst.

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Cudillero

Eines der schönsten Fischerdörfer von Nordspanien ist Cudillero.

Leicht zurück versetzt vom Meer in einer geschützten Bucht befindet sich das asturische Dorf Cudillero. Dessen bunten Häuser dicht beieinander stehen und die Hänge hinaufwachsen. Verbunden sind sie über schmale gepflasterte Wege und steile Treppen.

Es ist früh morgens als ich Anfang Juni zwischen den Häusern entlang laufe. Ein Hund schaut neugierig um die Ecke und holt sich ein paar Streicheleinheiten ab. Viel Platz haben die Leute hier nicht zum Leben, und doch sind überall Blumen gepflanzten, besonders die Hortensien sind eine Pracht.

Ein Geheimtipp ist Cudillero nicht, aber besonders früh morgens verströmt es noch seinen ganzen Charme. Bis heute leben viele Familien vom Fischfang und Ackerbau, aber der Tourismus ist eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle geworden.

Tipp: Übernachte deshalb in Cudillero, um die ruhigen Morgenstunden und Abendstunden zu genießen, wenn die Tagestouristen weg sind.

Empfehlen kann ich dir die Pensión El Pozo*, die einfache Zimmer für wenig Geld bietet.

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Ribadesella

Ribadesella ist eine süße Kleinstadt, die für ihre „Indio-Häuser“ bekannt ist. Damit sind die Villen an der Strandpromenade gemeint, die wohlhabende Heimkehrer erbaut haben.

Diese sind einst in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Amerika aufgebrochen und kamen Jahre später als reiche Händler in die Heimat zurück.

Tipp: Solche Villen findest du ebenfalls in anderen Orten wie Colombres, was kaum jemand besucht.

Ribadesella ist aber nicht nur wegen seiner Indio-Häuser bekannt, sondern auch für seine Höhlenmalereien, die aus der Zeit zwischen 22.000 und 10.000 v. Chr. stammen.

Zum Übernachten in Ribadesella kann ich dir die Pensión Arbidel* empfehlen, die zentral an der Brücke liegt und gemütlich ist.

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Playa de Guadamía

Nicht weit von Ribadesella findest du eine schöne Felsenküste mit kleinen Badebuchten, von denen der Strand Playa de Guadamía einer der schönsten ist. Der Strand befindet sich am Ende eines kleinen Flusses, der hier ins Meer mündet.

Oberhalb des Strandes findest du „Bufones„, kleine Felsöffnungen, die mit unterirdischen Meereshöhlen verbunden sind. Wenn bei Flut die Wellen in die Höhlen strömen, erzeugen sie oben an den Bufones einen Luftzug und ein fauchendes Geräusch.

Ich bin zu Fuß entlang der Küste von Ribadesella über einen schönen Pfad gelaufen. Die Felsen sind hier nicht so hoch und dramatisch, aber sind verästelt und überall kannst du Höhlen und Torbögen sehen. Unterwegs treffe ich auf ein paar Kühe, dessen Weide bis zum Meer ragt.

Wenn du dem Weg immer weiter folgst, kommst du am Strand Playa de las Cuevas del Mar und dem Playa de Guadamía vorbei. Wer will kann auch mit dem Auto hinfahren.

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Llastres

Während Cudillero, das süße kleine Fischerdorf von Asturien ist, so ist Llastres die dramatisch ältere Schwester.

Das Dorf liegt an einem steilen Hang mit Blick auf das Meer und den grünen Bergen im Hintergrund. Die beste Aussicht hast du oben vom Mirador de San Roque.

Die Stadt selber ist nett, aber wirklich begeistert haben mich die Ausblicke.

Das macht Nordspanien so besonders, dass die hohen Berge hier bis an die Küste reihen. Innerhalb von einer Stunde kannst du in die Berge nach Picos de Europa zum Wandern fahren.

Tipp für Camper: Oberhalb von Llastres darfst du auf einer grünen Wiese umgeben von Bäumen übernachten.

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Cabo Busto

Wie bereits oben erwähnt hat Asturien viele schöne Kaps zu bieten. Das Cabo Busto erscheint hingegen auf den ersten Blick eher langweilig zu sein, aber das täuscht.

Lass dich von den Feldern rund um das Dorf Busto nicht abschrecken, du musst bis zum Rand der Landzunge gehen. Die beste Aussicht findest du östlich vom Leuchtturm, folge einfach dem schmalen Trampelpfad.

Ansonsten lohnt es sich, runter zur Felsenbucht Playa del Bozo zu laufen. Es ist Ebbe, als ich über die Steine in nördlicher Richtung weiter klettere. Überall entdecke ich Krabben und Napfschnecken, als ich um die Ecke biege, entdecke ich einen verstecken Felstorbogen.

Das Cabo Busto ist kein typischer Stopp, sondern ein Ort der Ruhe und zum Spazierengehen. Zudem kannst du auf den Parkplätzen eine Nacht im Camper verbringen.

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Santiago de Compostela

Die Stadt ist das Ende des Jakobsweges, so wirst du in der Altstadt überall auf Pilger treffen, die zwar fertig, aber auch glücklich aussehen. Sie haben es geschafft.

Santiago de Compostela ist erfüllt von einer positiven Energie.

Was ein schöner Kontrast zum mittelalterlichen Erscheinungsbild der Stadt ist. Aber nicht nur die Pilger beleben Santiago de Compostela, sondern auch die vielen jungen Studenten.

Das Herz der Stadt ist die Kathedrale, wo laufend Gottesdienste für die Pilger stattfinden. Dazwischen kannst du kurz reinschauen.

Die Luft ist geschwängert vom Weihrauch, das gerade im Botafumeiro verbrannt wurde. Das ist ein rieisger Kessel, der an einem langen Seil zu besonderen Anlässen oder bei Spenden durch die Kirche schwingt.

Wirklich nett ist das Lemonade Hotel*, das frisch und modern ist. Wer Geld sparen will, kann in einer der vielen günstigen Albergues mit den Pilgern übernachten.

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San Sebastián

Das Kontrastprogramm zum Pilgerort ist der mondäne Badeort San Sebastián.

Bekannt für einen der schönsten Stadtstrände der Welt, der Playa de la Concha. Eine geschützte Badebucht, die nahtlos in eine Promenade und vornehme Häuser übergeht.

Schon seit Jahrzehnten machen hier die Reichen und Schönen Urlaub. So gilt San Sebastian als teures Pflaster. Übernachten würde ich daher nicht in San Sebastián, aber einen Tag verbringen.

San Sebastián hält den Rekord für die höchste Dichte an Michelin-Restaurants, aber du kannst auch in den Pintxos-Bars (baskische Tapas-Bars) für kleines Geld in den Genuss der regionalen Küche kommen.

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Zumaia

Bleiben wir gleich im Baskenland und springen rüber nach Zumaia, einem dramatischen Küstenabschnitt.

Besonders Geologen werden Zumaia lieben, da hier vertikale Gesteinsschichten aus unterschiedlichen Erdzeitaltern zutage treten. Diese Sedimentablagerungen nennt man Flysch.

Unterhalb der Kapelle steht eine Informationstafel, wo die einzelnen Gesteinsschichten erklärt werden. Es ist wie ein Geschichtsbuch über die Zeit, als die Dinosaurier ausgestorben sind.

Die Felsenküste von Zumaia ist nicht nur schön anzusehen, sondern wirklich einzigartig.

Genauso wie diese Übernachtungsmöglichkeit, im Kampaoh Zumaia* kannst du Glamping machen. Du übernachtest in stylischen hohen Zelten mit Bett und Pool.

Solche vertikalen Gesteinsschichten treten auch an anderen Stellen an der Küste von Nordspanien auf: Außerhalb von Santander zum Beispiel, was in Kantabrien liegt. Besonders der Strand Playa de La Arnía ist beeindruckend.

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San Juan de Gaztelugatxe

Auf keinem Baskenland Roadtrip darf die Klosterinsel San Juan de Gaztelugatxe fehlen, die durch Game-of-Thrones und Werbeclips weltberühmt geworden ist.

Über ein schmales Band aus Felsen ist die Insel mit dem Festland verbunden, über die eine schmale gewundene Treppe hoch zur Kapelle führt. Mönche leben schon lange nicht mehr hier, früher war es sicher der perfekte Rückzugsort für Eremiten.

Heute ist es einer der Must-See Orte des Baskenlandes.

Achtung: Wegen dem großen Andrang brauchst du im Sommer und zu besonderen Feiertagen ein Ticket, was du dir online kostenlos holen kannst.

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Comillas

Das ist ein charmanter Badeort in Kantabrien, wo einst Könige, Adlige und Reiche ihren Sommer verbracht haben.

So findest du heute in Comillas viele imposante Sommervillen und auch sonst interessante Architektur.

Am bekanntesten ist das Haus „El Capricho“, was das erste Gebäude ist, das Antoni Gaudí entworfen hat. Sein Markenzeichen sind die Sonnenblumen-Fliesen an der Fassade.

Weitere interessante Orte in Comillas sind die Universität auf dem Hügel, der Palast Sobrellano, der alte Friedhof, die Casa del Duque und die Altstadt.

Tipp: Südlich von Comillas stehen einige Riesenmammutbäume auf dem Monte Cabezón, die in den 1940er Jahren gepflanzten wurden.

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Santilla del Mar

Entlang der Küste findest du viele tradtionelle alte Dörfer, besonders populär ist Santilla del Mar.

Das Dorf hat urige alte Steinhäuser, Fachwerkhäuser und gepflasterte Gassen. Als ich morgens durch Santilla del Mar laufe, begegnen mir nur Pilger, aber später kommen sicher die Touristen. So fand ich das Dorf nett, aber es gehört für mich nicht zu den Must-See-Orten in Nordspanien.

Trotzdem lohnt sich ein Besuch, weil es einige Sehenswürdigkeiten im Umkreis gibt.

Besonders der Besuch der Höhlen von Altamira lohnt sich, da du hier Steinzeitmalereien sehen kannst. Dann gibt es ein großes Labyrinth bei Vilapresente, was aus Hecken besteht.

Und schließlich lohnt es sich einen Abstecher ans Meer zu machen. Am Strand Santa Justa wurde eine Kapelle in den Felsen gebaut. Und über einen schmalen Fußweg gelangst du zur schönen Badebucht El Sable.

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Hondarribia

Und der letzte Ort befindet sich im Baskenland, am Grenzfluss zu Frankreich. Hondarribia ist ein Kleinod mit bunten Häusern und umgeben von den Überresten einer mittelalterlichen Stadtmauer.

Wenn du mit dem eigenen Fahrzeug aus Deutschland anreist, lohnt es sich kurz durch die Altstadt zu schlendern.

Auch der Küstenweg Richtung Pasaia lohnt sich, vor allem die Küste beim Labetxu Canyon.

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Nordspanien Reiseguides

Das waren die Highlights von Nordspanien im Schnelldurchlauf. Weitere Inspirationen und Tipps findest du in diesen Artikel:

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Nordspanien Roadtrip Route

Hier findest du drei Routenvorschläge für deine Reise durch Nordspanien.

Nordspanien Roadtrip 2 bis 3 Wochen

Start: Bilbao & Ziel: Santiago de Compostela

Dauer: 2 bis 3 Wochen

Route: Bilbao 2 Tage – Santander 1 Tag – Comillas 1/2 Tag – Picos de Europa 3 bis 7 Tage – Ribadesella 1 Tag – Llastres 1/2 Tag – Gijón 1 Tag – Cudillero 1/2 Tag – Cabo Vidio 1/2 Tag – Praia das Catedrais 1/2 Tag – Cabo Vilán 1/2 Tag – Cabo Fisterra 1 Tag – Santiago de Compostela 1 Tag

Auf dieser Route besuchst du die schönsten Orte entlang der Küste von Nordspanien.

Der Start ist in Bilbao, das du gut per Flugzeug aus Deutschland erreichst und einen Mietwagen* bekommst. Dann folgst du ein Stück der schönen Küste von Kantabrien, bevor du für ein paar Tage einen Ausflug in die Berge von Picos de Europa machst.

Im Anschluss geht es zurück an die Küste von Asturien, wo viele einsame Strände und kleine Fischerdörfer warten. Ein Highlight hier ist der Strand Praia das Catedrais, wo das Meer Höhlen und Torbögen aus den Felsen geformt hat.

Die letzten Tage verbringst du an der Küste von Galicien, die noch rauer und ursprünglicher ist.

Dein Roadtrip endet dann in Santiago de Compostela, dessen Gassen im Sommer voller Pilger sind.

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Baskenland Roadtrip Route

Start & Ziel: Bilbao

Dauer: 1 bis 1,5 Wochen

Route: Bilbao 2 Tage – San Juan de Gaztelugatxe & Mundaka 1/2 Tag – Zumaia 1/2 Tag – San Sebastian 1 Tag – Hondarribia 1/2 Tag – Pamplona 1 Tag – Olite 1/2 Tag – Bardenas Reales 1/2 Tag – (Artajona, Puente la Reina & Cirauqui 1 Tag) – Vitoria-Gasteiz 1 Tag – Bilbao

Dieser Roadtrip führt dich durch das Baskenland und Navarra in Nordspanien. Der Start und das Ziel ist in Bilbao, was praktisch für den Mietwagen ist, und auch gut per Flugzeug mit Deutschland verbunden ist.

Nachdem du dir Bilbao angeschaut hast, geht es weiter zur baskischen Küste, die grün und felsig ist.

Zwischendurch findest du Badebuchten, wo du im Meer schwimmen kannst. Vorbei fährst du an der berühmten Klosterkirche, den spektakulären Felsen von Zumaia, dem mondänen Badeort San Sebastián und dem bunten Dorf Hondarribia.

Hier verlässt du die Küste und fährst ins Inland nach Navarra. Der erste Stopp ist die Hauptstadt Pamplona, dessen Altstadt sogar noch schöner, als die von Bilbao ist.

Auf der Weiterfahrt wird die Landschaft immer karger und trockener, bis du in der Halbwüste Las Bardenas Reales ankommst. Vor deinem Blick breitet sich eine weite Ebene aus, aus der sich vereinzelt Felsen erheben. Durch Erosion sind hier skurril aussehende Felsen entstanden.

Wer will kann auf dem Rückweg nach Bilbao sich noch kleine typische Dörfer anschauen, ansonsten lohnt es sich einen Stopp im traditionellen Vitoria-Gasteiz einzulegen.

Nach einer guten Woche bist du zurück in Bilbao, hast du mehr Zeit, kannst du die Route mit Ausflügen in die Pyrenäen verlängern.

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Galicien Roadtrip Route

Start & Ziel: Santiago de Compostela

Dauer: 1 bis 1,5 Wochen

Route: Santiago de Compostela 1 Tag – Cabo Fisterra 2 Tage – Muxía & Cabo Vilán 1 Tag – A Coruña 1/2 Tag – Praia das Catedrais 1/2 Tag – Lugo 1 Tag – (Pontevedra 1 Tag – Cabo Home 1 Tag – Illa de Arouse 1 Tag) – Santiago de Compostela

Der dritte Roadtrip führt durch Galicien, den nordwestlichen Teil von Nordspanien und meine Lieblingsecke. Die galicische Küste ist zerklüftet und dünn besiedelt, so dass sie noch wilder wirkt. Start und Ziel dieser Rundreise ist Santiago de Compostela, wohin es Flüge aus Deutschland gibt.

Nachdem du dein Mietauto abgeholt hast, geht es an die Küste zum Kap Finstere, dem eigentlichen Ende des Jakobsweges. Denn die meisten Pilger laufen noch das letzte Stück bis zum Meer, um ihre lange Wanderung zu beenden.

Ein magischer Ort, überhaupt die gesamte Küste zwischen Finstere und Muxía ist traumhaft schön. Hier trifft der türkisfarbene Atlantik auf einsame Strände und grüne Wälder. Wer will kann ein Stück des Küstenweges laufen.

Danach geht es weiter entlang der nördlichen Küste von Galicien zum Römerleuchtturm in A Coruña und dem einzigartigen Strand Praia das Catedrais, der wahrlich eine Kathedrale aus Stein ist.

Um zurück nach Santiago de Compostela zu gelangen, fährst du am besten quer durch Galicien und kannst dir auf der Fahrt noch die schöne Stadt Lugo anschauen.

Wenn du noch Zeit hast, lohnt es sich dir die Westküste von Galicien anzuschauen. Hier findest einsame Traumstrände, hoch aufragende Steilküste und tief ins Land reichende Meeresarme. Bevor es auch für dich zurück nach Santiago de Compostela geht.

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Nordspanien Roadtrip: Reisetipps

Hier findest du noch ein paar allgemeine Reisetipps und Informationen zu Nordspanien.

Wo liegt Nordspanien?

Als Nordspanien wird die spanische Atlantikküste bezeichnet, die von Portugal bis nach Frankreich reicht.

Zu den Provinzen von Nordspanien zählen Galicien, Asturien, Kantabrien und das Baskenland.

Von vielen wirst du noch nie gehört haben, so unbekannt ist diese Region außerhalb von Spanien.

Wie viel Zeit brauchst du für einen Roadtrip durch Nordspanien?

Für einen Roadtrip von Bilbao nach Santiago de Compostela solltest du mindestens zwei Wochen einplanen, besser sind drei.

So hast du genug Zeit dir die Highlights von Nordspanien anzuschauen und zwischendurch Pausen am Strand oder in den Bergen einzulegen.

Falls du nur eine Woche Zeit hast, empfehle ich dir nur einen Teil von Nordspanien anzuschauen.

In einer Woche kannst du eine Rundreise durch das Baskenland und Navarra machen. Mein Tipp ist jedoch Galicien, eine der schönsten Ecken von Nordspanien und bis jetzt noch sehr ruhig.

Wann ist die beste Reisezeit für Nordspanien?

Beste Reisezeit: Juni bis September

Nordspanien hat durch die Nähe zum Atlantik ein anderes Klima, als der Rest von Spanien. So sorgt der Ozean das ganze Jahr über für milde ausgeglichene Temperaturen und viel Niederschlag, besonders der Winter ist feucht. Dafür ist die Landschaft saftig grün.

Im Sommer sind die Temperaturen in Nordspanien angenehm, selten wird es wärmer als 30 Grad.

Was auch viele Spanier zu schätzen wissen, daher ist in den Sommerferien, im Juli und August, am meisten los. Was jedoch kein Vergleich zu den überfüllten Mittelmeerstränden ist, selbst im Sommer findest du in Nordspanien ruhige Strände.

Die Sommermonate sind die beste Zeit, um aktiv die Küste und Städte zu erkunden, wandern zu gehen und ein paar entspannte Tage am Strand zu verbringen.

asturien nordspanien costa-verde felsenküste

Anreise nach Nordspanien

Die größten Flughäfen in Nordspanien sind Bilbao, Santander und Santiago de Compostela, wohin es Direktflüge aus Deutschland gibt.

Alternativ kannst du auch nach Madrid fliegen und dann mit dem Zug weiterfahren, was mit umsteigen schnell einen halben Tag braucht.

Willst du mit dem eigenen Fahrzeug aus Deutschland einreisen, musst du mit einer reinen Fahrtzeit von 13 bis 15 Stunden rechnen.

Am besten legst du die Strecke in Etappen zurück und schaust dir Orte auf dem Weg in Frankreich an. Nette Stopps sind zum Beispiel Bordeaux und Biarritz.

Wo kannst du in Nordspanien übernachten?

Das Angebot an Unterkünften in Nordspanien ist vielfältig.

Entlang des Jakobsweges findest du einfache günstige Pilgerunterkünfte. Dann gibt es Hostels in Städten wie Bilbao, Gijón, Lugo oder Santiago de Compostela. Ansonsten sind es oft private Gästehäuser oder kleine Hotels, wo du übernachten kannst.

Das größte Angebot an Hotels findest du in den größeren Städten und den beliebten Badeorten am Atlantik.

Autofahren in Nordspanien

Insgesamt ist es ziemlich entspannt, in Nordspanien mit dem Auto herumzufahren.

Abseits der Städte ist wenig Verkehr und die Hauptstraßen sind in einem guten Zustand. Erst auf dem Nebenstrecken zu abgelegenen Orten an der Küste oder im Hinterland werden die Straßen schmaler und schlechter, dafür triffst du dort auf wenige Autos.

Im Norden zurückversetzt von der Küste verläuft eine Autobahn, die nur in Teilen mautpflichtig ist. Es ist die schnellste Option, da du für die gewundenen Küstenstraßen deutlich länger brauchst. Wobei diese natürlich deutlicher schöner für einen Roadtrip sind.

Das Parken in Nordspanien ist meist kein Problem. Nur in den kleinen Fischerdörfer sind Parkplätze begrenzt, aber hier haben die Gemeinden oft Abhilfe geschaffen und bieten separate Touristen-Parkplätze am Stadtrand. Manchmal sogar kostenlos, wieder andere Male musst du zahlen.

asturien nordspanien cudillero süßer fischerort

Stellplätze für Wohnmobile

Mit einem größeren Wohnmobil wirst du öfter Probleme haben einen Parkplatz und Stellplatz für die Nacht zu finden, da diese begrenzt und im Sommer schnell belegt sind.

Einige Gemeinden scheinen keine Fans von Wohnmobilen zu sein, und haben Parkverbote aufgestellt und Parkplätze in der Höhe begrenzt.

Mit einem kleinen Campervan hast du damit weniger Probleme. In Apps wie Park4Night findest du gute Tipps, was geht und wo du besser weiter fährst.

Auf der anderen Seite stellen nämlich viele Städte in Nordspanien kostenlose Stellplätze zur Verfügung, wo du legal übernachten, Wasser entleeren und wieder auffüllen kannst. Ansonsten musst du hierfür einen Campingplatz ansteuern.

Wild zu campen ist in Nordspanien verboten, wird jedoch in einigen Orten toleriert, solange du dich benimmst.

Sei diskret, mach keinen Dreck und verlasse den Ort, wie du ihn vorgefunden hast. Richte dich nicht häuslich ein, stelle keine Stühle raus und so weiter. So können hoffentlich noch viele Camper die Freiheiten in Nordspanien genießen.

Lebensmittel & Tanken

Nordspanien ist zwar in Teilen dünner besiedelt, aber du solltest nie Probleme haben einen Supermarkt oder eine Tankstelle zu finden.

Viele Orte haben einen Wochenmarkt, wo du dich mit frischen Obst und Gemüse versorgen kannst. Wobei es Glücksache ist, dass du einen zufällig findest.

Grauwasser entsorgen und Frischwasser wieder auffüllen, kannst du an einem der kostenlosen Stellplätze, aber auch Supermärkte und Tankstellen bieten teilweise diesen Service ihren Kunden an.

Alle paar Tage bist du wahrscheinlich sowieso auf einem Campingplatz, wo du das erledigen kannst.

Nordspanien ist perfekt für deinen Roadtrip und für Camper.


Meine Reiseguides: Baskenland | Asturien | Picos de Europa | Galicien

Nordspanien Reiseführer* vom Michael Müller Verlag – umfangreich & informativ


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claudia
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